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In zahlreichen Urlaubsregionen : Griechenland verschärft Corona-Beschränkungen wieder

  • Aktualisiert am

Auf der griechischen Urlaubsinsel Poros testet eine Mitarbeiterin des Gesundheitswesens einen Mann auf seine Körpertemperatur. Bild: dpa

Die Infektionszahlen in Griechenland steigen. Nun müssen alle Tavernen, Bars und Discos in zahlreichen bekannten Urlaubsregionen des Landes spätestens um 24 Uhr schließen.

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          Die griechische Regierung hat nach gestiegenen Corona-Infektionszahlen umfangreiche Einschränkungen für zahlreiche Urlaubsregionen und Städte angeordnet. Zudem wurde die traditionelle Messe von Thessaloniki, die vom 5. bis 13. September stattfinden sollte, abgesagt. Deutschland wäre in diesem Jahr das Partnerland dieser Messe gewesen.

          Ein Mitarbeiter der griechischen Regierung gab am Vortag 203 Neuinfektionen bekannt, die höchste tägliche Zahl seit dem Ausbruch der Pandemie im Februar. Insgesamt sind damit 5623 Erkrankungen in Griechenland verzeichnet.

          Alle Einreisenden müssen zum Test

          Nun müssen alle Tavernen, Bars und Discos in zahlreichen Regionen des Landes, darunter auf Kreta, Santorin, Mykonos und anderen bekannten Urlaubsregionen täglich spätestens um 24 Uhr schließen. Diese Maßnahme gilt vorerst bis 23. August, teilte eine Regierungssprecherin in Athen mit.

          Zudem müssen alle auf dem Landweg einreisenden Menschen ab 17. August einen negativen Coronatest vorlegen, egal aus welchem Land sie stammen. Der Test darf nicht älter als 72 Stunden sein. Das Auswärtige Amt in Berlin hat seine Reisehinweise für Griechenland am Montag entsprechend aktualisiert.

          Die Einreise aus den meisten EU-Staaten, darunter Deutschland, ist weiterhin erlaubt. Reisende müssen sich aber mindestens 24 Stunden vor der Ankunft elektronisch anmelden und angeben, wo sie vorher waren und wo sie sich in Griechenland aufhalten werden. Zudem gilt auch weiterhin eine Maskenpflicht für alle geschlossenen Einrichtungen. An den Stränden müssen die Sonnenschirme mindestens vier Meter voneinander stehen. Masken müssen auf Fähren immer getragen werden – auch auf den offenen Decks.

          Griechenland weist – gemessen an seiner Bevölkerung von gut 10,5 Millionen Einwohnern – eine geringe Zahl von Infektionen mit dem Coronavirus auf. In den vergangenen Tagen ist die Zahl von Infizierten jedoch schlagartig angestiegen.

          Corona-Ausbruch auf Urlaubsinsel

          Bereits zum vergangenen Wochenende ordnete die griechische Regierung erstmals seit Ausbruch der Corona-Pandemie umfangreiche Einschränkungen auf einer Insel an. Nachdem auf der kleinen Urlaubsinsel Poros gut ein Dutzend Menschen positiv auf das Virus getestet wurde, gilt sowohl drinnen als auch draußen eine Maskenpflicht für alle öffentlichen Einrichtungen, teilte der griechische Zivilschutz am Freitag mit.

          Auf Poros mussten bereits am Wochenende alle Geschäfte inklusive Bars, Tanzlokale und Tavernen um 23 Uhr schließen. Versammlungen von mehr als neun Personen sind nicht mehr erlaubt. Partys, religiöse Feiern sowie Wochenmärkte wurden abgesagt. In Tavernen und Restaurants sowie Bars dürfen höchstens vier Menschen an einem Tisch sitzen. Diese Maßnahmen gelten zunächst bis zum 17. August.

          In Poros mit rund 4000 Einwohnern verbringen hauptsächlich Athener ihren Sommerurlaub. Die Insel ist zudem ein beliebtes Ausflugsziel für Touristen, die die griechische Hauptstadt besuchen und kurz auch eine griechische Insel sehen wollen. Im Sommer verdreifacht sich die Bevölkerung der Insel. Von Piräus aus dauert eine Fahrt mit dem Schiff rund zwei Stunden.

          In einer vorherigen Fassung des Texts hieß es, dass alle über die Landesgrenzen einreisenden Menschen sich einem Corona-Test unterziehen müssen. Die Nachrichtenagentur „dpa“ hat inzwischen eine Korrektur geschickt.

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