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Konsumgüterschau „Ambiente“ : Frankfurter Messe: Vorerst kein Einbruch wegen Coronavirus

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Startbereit: Am 7. Februar beginnt in Frankfurt wieder die Frühjahrsmesse „Ambiente“, mit Koziol aus Erbach sowie Hunderten chinesischer Aussteller Bild: Frank Röth

Bald beginnt die Messe „Ambiente“ in Frankfurt. Hunderte Aussteller haben sich aus China angesagt – trotz des Coronavirus gibt es bisher keine Absagewelle. Fresenius empfiehlt derweil seinen Leuten in Wuhan das Homeoffice.

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          Der Ausbruch des neuartigen Coronavirus in China ist vorerst ohne Auswirkungen auf die großen Konsumgütermessen zu Jahresbeginn in Frankfurt geblieben. Es gebe bislang keine Absagen zur Weltleitmesse „Ambiente“, die am Freitag nächster Woche eröffnet werden soll, wie ein Sprecher der Messegesellschaft Frankfurt am Dienstag erklärte.

          Im vergangenen Jahr hatten die Chinesen bei der Ambiente mit 601 Firmen die zweitgrößte Ausstellergruppe gestellt und waren nach den Italienern die zweitgrößte Besuchergruppe aus dem Ausland. Auf der Ausstellerliste 2020 sind 664 Einträge aus China zu finden, darunter drei Firmen, die direkt aus der Stadt Wuhan kommen, wo das Virus erstmals festgestellt worden war.

          Fresenius empfiehlt Homeoffice für Wuhan

          Der Gesundheitskonzern Fresenius hat wegen des Coronavirus in China Vorsichtsmaßnahmen getroffen. Vertriebsmitarbeitern der Flüssigmedizinsparte Kabi in der Region Wuhan habe man empfohlen, möglichst von zu Hause zu arbeiten, erklärte Fresenius am Dienstag. Die Beschäftigten vor Ort seien für Notfallpläne sensibilisiert worden. Fresenius habe am Standort Wuhan mehr als 50 Mitarbeiter. In der abgeriegelten chinesischen Metropole war das Coronavirus erstmals aufgetreten.

          Derzeit gebe es keine Verbote für Dienstreisen von Fresenius-Beschäftigten nach China, sagte ein Sprecher des Bad Homburger Dax-Konzerns weiter. „Allerdings empfehlen wir, nicht dringend notwendige Dienstreisen nach Möglichkeit nicht anzutreten oder zu verschieben.“ Mitarbeiter, die etwa aus China zurückkehrten, sollten im Zweifel ärztlichen Rat beanspruchen. Der Konzern beobachte die Lage genau und stehe im Austausch mit den Behörden.

          Auswirkungen des Coronavirus auf das laufende Geschäft sieht Fresenius kaum. Es gebe derzeit „keine nennenswerten Einschränkungen in der Produktion unserer in China hergestellten Produkte“, hieß es. Fresenius mit mehr als 290 000 Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen weltweit betreibt Krankenhäuser, bietet Behandlungen für chronisch Nierenkranke an und verkauft in der Sparte Kabi Flüssigmedizin, Infusionen und Transfusionen.

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