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Folgeschäden von Covid-19 : Die grässlichen Narben der Corona-Pandemie

Covid-19-Patienten auf der Intensivstation der Asklepios-Klinik in Langen. Bild: Frank Röth

Infektion überlebt, Patient krank? Die Ärzte sorgen sich zunehmend über Folge- und Spätschäden des „Multiorganvirus“. Das gilt auch für junge Patienten.

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          Immer wieder werden diese Vergleiche bemüht, oft wird es gleichgesetzt: Covid-19 und Influenza, Sars-CoV-2 und Erkältungsviren. Eine trügerische Hoffnung. Infizieren, „ausschwitzen“ und weitermachen, so einfach ist es nicht. Im Gegenteil: Die Berichte türmen sich, die zeigen, dass es sich bei Covid-19 oft um eine komplexe Systemerkrankung handelt, die sich über schwere Lungenschäden hinaus und über viele Wochen hinziehend zu einer Krankheit des gesamten Körpers ausweiten kann. Ein „Multiorganvirus“ hat deshalb schon vor Wochen das „Deutsche Ärzteblatt“ den neuen Corona-Erreger genannt. Nun geraten zunehmend die Folge- und Langzeitschäden einer Infektion mit Covid-19 in den Blick.

          Joachim Müller-Jung
          Redakteur im Feuilleton, zuständig für das Ressort „Natur und Wissenschaft“.

          Lunge, Herz, Leber, Niere, Gefäße, Pankreas, Blutzellen – in all diesen und noch viel mehr Geweben im Körper kommen je nach Alter, Geschlecht und Disposition die ACE2-Rezeptoren in großer Zahl vor, mit dem sich das Virus über die Spitze seines „Stachel-Proteins“ bindet und so sein Zerstörungswerk beginnt. So wie bei den Opfern, über die Hormonexperten der amerikanischen Endokrinologischen Gesellschaft in der aktuellen Ausgabe ihres Fachjournals berichten. „Das Coronavirus schädigt das Hormonsystem“, heißt es da.

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