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Kampf gegen Coronavirus : Sechzig Prozent der Deutschen mindestens einmal geimpft

  • Aktualisiert am

Ein Frau hält ihren Mundschutz in der Hand. Bild: dpa

Gesundheitsminister Spahn sprich von einem „wichtigen Meilenstein“. Das Robert Koch-Institut meldet fast doppelt so viele Neuinfektionen wie vor einer Woche. Auch die Sieben-Tage-Inzidenz steigt.

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          In Deutschland sind inzwischen 60 Prozent der Bürgerinnen und Bürger mindestens einmal gegen das Coronavirus geimpft. Dies sei ein „wichtiger Meilenstein“, schrieb Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Dienstag auf Twitter. Mindestens einmal geimpft sind demnach 49,9 Millionen Menschen. Den vollen Impfschutz haben inzwischen 38,8 Millionen Menschen, das sind laut Spahn 46,7 Prozent.

          Der Gesundheitsminister rief dazu auf, die Impfungen gegen das Coronavirus weiter wahrzunehmen. „Für einen sicheren Herbst und Winter brauchen wir allerdings noch mehr, die mitmachen und so sich und andere schützen“, sagte Spahn.

          Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 10,9

          Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte vergangene Woche mit Verweis auf Fachleute gesagt, in Deutschland müssten Impfquoten von 85 Prozent unter den Zwölf- bis 59-Jährigen erreicht werden. Bei den Über-60-Jährigen müsse die Quote bei 90 Prozent liegen, um angesichts der Verbreitung der Deltavariante einen neuen starken Anstieg der Fallzahlen zu vermeiden.

          Unterdessen hat das Robert Koch-Institut (RKI) 1183 neue Coronavirus-Fälle binnen eines Tages gemeldet. Das sind 537 mehr als am Dienstag vor einer Woche, als 646 Neuinfektionen gemeldet wurden. Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt weiter auf 10,9 von 10,3 am Vortag. Der Wert gibt an, wie viele Menschen je 100.000 Einwohner sich in den vergangenen sieben Tagen mit dem Coronavirus nachweislich angesteckt haben.

          Die höchste Sieben-Tage-Inzidenz meldete Berlin (18,0), gefolgt von Hamburg (14,4) und Hessen (14,3). Am niedrigsten ist der Wert in Sachsen-Anhalt (3,2), Sachsen (3,5) und Mecklenburg-Vorpommern (3,7).

          34 weitere Menschen starben im Zusammenhang mit dem Virus. Damit erhöht sich die Zahl der gemeldeten Todesfälle binnen 24 Stunden auf 91.397. Insgesamt fielen in Deutschland bislang mehr als 3,7 Millionen Corona-Tests positiv aus.

          Angesichts der rapide steigenden Infektionszahlen warnte Weltärztepräsident Frank Ulrich Montgomery vor zu schnellen Öffnungen. Schon die kleineren Öffnungsschritte der vergangenen Wochen hätten die Inzidenzwerte anwachsen lassen, sagt Montgomery den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Momentan verdoppele sich die Zahl der Infizierten im Wochenrhythmus. „Jetzt die Einschränkungen unserer Kontakte einfach fallenzulassen und 'alles zu öffnen' wäre brandgefährlich“, erklärte der Mediziner. „Wer das tut, riskiert den Einstieg in die vierte Welle.“ Stattdessen plädiert Montgomery für ein schrittweises und kontrolliertes Vorgehen.

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