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Tourist in Klinik : Erster Fall von Coronavirus auf Mallorca

Mit Maske: Eine Frau im Krankenhaus in Palma Bild: AFP

Ein Corona-Patient wird in Palma auf einer Isolierstation behandelt. Es ist ein britischer Tourist, der sich offenbar in Frankreich angesteckt hat. Die Sorge vor dem Virus macht sich auch in Barcelona bemerkbar.

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          Auf Mallorca ist die erste Infektion mit dem Coronavirus nachgewiesen worden. Wie das spanische Gesundheitsministerium am Sonntag mitteilte, handelt es sich um einen britischen Touristen, der sich offenbar in Frankreich angesteckt hat. Es ist die zweite nachgewiesene Infektion in Spanien. Vor einer Woche war bei einem deutschen Touristen auf der Kanareninsel La Gomera der Erreger diagnostiziert worden. Der Mann hatte sich in Deutschland bei einem Arbeitskollegen infiziert.

          Hans-Christian Rößler

          Politischer Korrespondent für die Iberische Halbinsel und den Maghreb mit Sitz in Madrid.

          Der Patient auf Mallorca befindet sich im Krankenhaus Son Espases in der Inselhauptstadt Palma auf einer Isolierstation. Nach anfänglichen leichten Grippesymptomen geht es ihm gut, wie ein Sprecher des spanischen Gesundheitsministeriums in Madrid am Sonntag sagte. Bei seiner Frau und seinen beiden Töchtern war der Test negativ ausgefallen. Sie sind ebenfalls unter Beobachtung. Die Behörden suchen nach weiteren Personen, mit denen der Brite Kontakt hatte. Vor der Ankunft am 29. Januar auf Mallorca, war er in Frankreich in einem Skigebiet zu Besuch bei einem Freund, bei dem wenig später der Coronavirus nachgewiesen worden war.

          Die Sorge vor dem Virus macht sich auch in Barcelona bemerkbar. Dort findet vom 24. Februar der Mobile World Congress (MWC) statt, die größte Mobilfunkmesse der Welt. Drei große Unternehmen sagten bereits ihre Teilnahme ab. Zu ihnen zählen der schwedische Technologiekonzern Ericsson sowie südkoreanische Hersteller LG Electronics. Am Wochenende kündigte dann der kalifornische Chip-Produzent Nvidia an, nicht nach Barcelona zu kommen, und begründete das mit den Gefahren des Coronavirus.

          Die chinesischen Handy-Hersteller Huawei und ZTE werden laut Presseberichten vertreten sein, wenn auch mit weniger Mitarbeitern als in den Jahren zuvor. Hoteliers in Barcelona bestätigten, dass es Stornierungen gegeben habe. Die Organisatoren der Messe und die Stadtverwaltung von Barcelona verstärken die Vorsichtsmaßnahmen und betonten, dass die Messe mit mehr als 100.000 erwarteten Teilnehmern wie geplant stattfinde.

          Unterdessen verweigerten die Behörden von Gibraltar am Samstag dem Kreuzfahrtschiff „Spirit of Discovery“ die Einfahrt in den Hafen. An Bord des Schiffes mit 868 Passagieren und 563 Besatzungsmitgliedern waren 89 Personen erkrankt. Es besteht der Verdacht auf eine Infektion mit dem Norovirus. Die Symptome wie Durchfall, Erbrechen und Fieber seien nicht typisch für den Coronavirus, hieß es in einer Erklärung der Regierung von Gibraltar. Dennoch wurde die Besatzung aufgefordert, direkt den nächsten geplanten Hafen in Southampton anzulaufen.

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