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Universitätsklinik Tübingen : Erste Freiwillige erhält Corona-Impfstoff von Curevac

Ein Mann pipettiert zur Impfstoffgewinnung in einem Labor des biopharmazeutischen Unternehmens Curevac eine blaue Flüssigkeit. Bild: dpa

Das Impfpräparat der Tübinger Firma Curevac ist am Freitag das erste Mal an einer Probandin getestet worden. Bei guten Ergebnissen könnten bereits im Winter Impfungen an Menschen außerhalb der Studie folgen.

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          An der Universitätsklinik Tübingen ist am Freitag einer jungen Frau eine Impfstoffdosis zur Immunisierung gegen eine Infektion mit dem Virus Sars-CoV-2 gespritzt worden. Die Frau ist die erste Probandin einer sogenannten Phase-1-Studie, mit der der Impfstoff getestet werden soll. Das Impfpräparat wurde von der Tübinger Firma Curevac entwickelt und beruht auf der „mRNA-Technologie“, das heißt, die Boten-RNA wird genutzt, um im menschlichen Körper eine Immunantwort zu provozieren.

          Rüdiger Soldt

          Politischer Korrespondent in Baden-Württemberg.

          „Die Probandin wird nach der Injektion 24 Stunden in unserer Klinik überwacht“, sagte der Studienleiter und Tropenmediziner Peter Kremsner der F.A.Z. Die Klinik wolle den Impfstoff in den nächsten zwei Monaten an 144 Probanden testen, zehn weitere Personen für die Tests in den nächsten Wochen habe man schon bestimmt.

          Jeder Proband bekommt nach einem Monat eine zweite Injektion. „Wenn die Tests gute Ergebnisse haben, könnte es in diesem Winter eine vorläufige Zulassung für den Impfstoff geben, dann könnte man auch damit beginnen, die ersten Menschen außerhalb der Studie zu impfen“, sagte Kremsner. Die Tübinger Firma verfügt auch über Produktionsanlagen zur Herstellung des Impfstoffs. Für die Teilnahme an der Impfstudie erhalten die Testpersonen etwa 1500 Euro. Ende April hatte das Mainzer Unternehmen Biontech ebenfalls mit einer Impfstudie begonnen.

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