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Corona-Pandemie : Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 444,3

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Kunststoffröhrchen mit Corona-Abstrichen stehen nach dem PCR-Test in einem Labor. Bild: dpa

Ein Brechen der vierten Welle scheint nicht in Sicht. Neuinfektionen, Krankenhauseinlieferungen und Todesfälle steigen weiter. Laut RKI lag die Sieben-Tage-Inzidenz in 32 Landkreisen bei über 1.000.

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          Die Sieben-Tage-Inzidenz ist erneut gestiegen und hat einen Höchststand erreicht. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Samstagmorgen mit 444,3 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 438,2 gelegen, vor einer Woche bei 362,2 (Vormonat: 118,0). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 67.125 Corona-Neuinfektionen. Am Freitag hatte die Zahl der Ansteckungen bei 76.414 gelegen, vor genau einer Woche waren es 63.924 Ansteckungen.

          Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 303 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 248 Todesfälle. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 5.717.295 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

          Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI am Freitag mit 5,97 an (Donnerstag: 5,79). Der Wert spielt eine wesentliche Rolle für die Beurteilung des Infektionsgeschehens. Bei Überschreitung der Grenzwerte 3, 6 und 9 in den Bundesländern können dort jeweils schärfere Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie verhängt werden.

          Bald Verdopplung der Inzidenz?

          Der Vorsitzende des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, rechnet mit einer Verdopplung der Corona-Inzidenz innerhalb der nächsten zehn Tage. „In der Nikolauswoche könnten wir Inzidenzen zwischen 700 und 800 haben“, sagte der Mediziner den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Alle Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie, die jetzt noch ergriffen würden - selbst Kontaktbeschränkungen oder Lockdowns - würden erst mit einer Verzögerung von zwei Wochen zu wirken beginnen.

          Die regionalen Unterschiede im Infektionsgeschehen sind weiterhin groß. Laut RKI lag die Sieben-Tage-Inzidenz in 32 Landkreisen über 1.000. Im Landkreis Erzgebirgskreis stand der Wert bei 2000,5. In fünf Landkreisen befand sich die Sieben-Tage-Inzidenz unter 100.

          Die Zahl der Genesenen gab das RKI am Freitag mit 4.803.100 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 100.779.

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