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Coronavirus : Zwei Kreuzfahrtschiffe unter Quarantäne

  • Aktualisiert am

Mit Maske auf Kreuzfahrt: Passagiere auf dem vor Hongkong festgesetzten Kreuzfahrtschiff. Bild: EPA

Auf einem Kreuzfahrtschiff vor Japan sind zehn Menschen erkrankt, bei einem weiteren vor Hongkong bestehen mehrere Verdachtsfälle. Die Passagiere dürfen nicht von Bord. In China bleibt die Lage weiter angespannt.

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          Ein Kreuzfahrtschiff mit mehr als 1800 Passagieren an Bord ist am Mittwoch wegen des Verdachts auf das Coronavirus in der Finanzmetropole Hongkong festgesetzt worden. Bei drei Menschen, die zwischenzeitlich mit dem Schiff der asiatischen Gesellschaft Dream Cruises gereist waren, war das Virus festgestellt worden, teilten chinesische Behörden mit.

          Drei Mitglieder der Besatzung litten an Fieber, sie wurden in ein Krankenhaus gebracht und dort isoliert, wie die Gesundheitsbehörde des Hafens mitteilte. Mehr als 20 weitere Crew-Mitglieder würden untersucht, sagte Behördenleiter Leung Yiu-hong. Die Passagiere mussten den Angaben zufolge an Bord bleiben. Zunächst war unklar, wie lange das Schiff nun in Hongkong bleiben muss.

          Die drei infizierten Passagiere waren nach Informationen des Lokalsenders RTHK bereits am 24. Januar wieder von Bord gegangen.

          Zuvor war ein Kreuzfahrtschiff vor Japan unter Quarantäne gestellt worden. Zehn Personen wurden positiv auf das Coronavirus getestet. Wie die Reederei der „Princess Cruises“ am Mittwoch bestätigte, handelt es sich bei den Betroffenen um drei Passagiere aus Japan, zwei aus Australien, drei aus Hongkong und einen Gast aus den Vereinigten Staaten sowie um ein Crewmitglied aus den Philippinen.Sie wurden in der Tokioter Nachbarprovinz Kanagawa, wo das Schiff in der Provinzhauptstadt Yokohama vor Anker liegt, ins Krankenhaus gebracht.

          An Bord des Schiffes befinden sich nach früheren Angaben der Reederei auch acht deutsche Passagiere. Sie sind wohl nicht erkrankt. Die 2666 Passagiere, etwa die Hälfte davon Japaner, sowie 1045 Crew-Mitglieder sollen nach Angaben des japanischen Gesundheitsministeriums zunächst für weitere 14 Tage an Bord bleiben, da die Untersuchungen auf den Erreger weitergehen.

          Anlass für die Quarantäne war ein 80 Jahre alter Mann aus Hongkong, der am Samstag positiv auf das Coronavirus getestet worden war. Der Mann sei am 20. Januar in Tokios Nachbarstadt Yokohama zugestiegen und fünf Tage später in Hongkong von Bord der „Diamond Princess“ gegangen.

          Unter den Passagieren und Crewmitgliedern hätten 120 Menschen Symptome wie Husten und Fieber gezeigt, so das Ministerium. Weitere 153 hatten demnach engen Kontakt mit dem 80 Jahre alten infizierten Mann aus Hongkong. Sie wurden als erste untersucht. Bei den bislang zehn bestätigten Fällen des neuen Virus zeige keiner der Betroffenen ernste Symptome, andere hätten gar keine Symptome, hieß es weiter.

          Zahl der Erkrankungen steigt weiter

          Die Zahl der nachgewiesenen Infektionen und der Toten durch das neuartige Coronavirus ist in China wieder schneller gestiegen als in den Tagen zuvor. Bis Mittwoch kletterte die Zahl der Patienten mit der neuen Lungenkrankheit innerhalb eines Tages um 3887 auf 24.324, wie die Gesundheitskommission in Peking berichtete. Die Zahl der Toten stieg um 65 auf 490. Die neuen Toten waren alle in der schwer betroffenen Provinz Hubei in Zentralchina zu beklagen. Die Gesundheitskommission zählt noch mehr als 23.000 Verdachtsfälle.

          Außerhalb von Festland-China gibt es in mehr als zwei Dutzend Ländern mehr als 230 weitere bestätigte Infektionen, davon zwölf in Deutschland. In Hongkong und den Philippinen sind zwei Patienten gestorben.

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