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Coronavirus : Gefährlich wie nie, gut vorbereitet wie nie

Schutzmaßnahmen in Malaysia: Personal der Gesundheitsbehörde auf dem Flugplatz von Kuala Lumpur. Bild: dpa

Seit der Ausbreitung des Sars-Virus hat sich in China viel verbessert. Die WHO hat deshalb gute Gründe, zuversichtlich zu sein.

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          Jede Woche werden der Weltgesundheitsorganisation (WHO) mindestens zwei neue Krankheitsausbrüche gemeldet, die gravierende Folgen für unser aller Leben haben könnten. Mal sind es Infektionskrankheiten, die man längst besiegt haben wollte, etwa Masern oder Polio, mal handelt es sich um neue unbekannte Erreger wie bei Zika oder Sars.

          Die WHO ist jeweils aufs Neue gefordert – auch im Fall des bisher unbekannten Coronavirus aus Wuhan, das offenbar wieder von Wildtieren auf den Menschen übertragen wurde und eine tödlich verlaufende Lungenkrankheit hervorrufen kann. Der Erreger scheint eine Variante des eigentlich ausgemerzten Sars-Corona-Virus zu sein, das 2003 in Südchina auftrat und zur ersten Pandemie des 21. Jahrhunderts führte.

          Damals kamen fast tausend Menschen ums Leben. Seither hat sich viel verbessert: Die WHO lobt ausdrücklich China, das 17 Jahre nach Sars wesentlich schneller reagiert habe und viel besser auf eine mögliche Pandemie vorbereitet sei. Zugleich ist unsere Welt komplexer geworden: Die Einwohnerzahlen der Metropolregionen gerade auch in Asien sind explosionsartig gewachsen, Menschen und Güter sind ständig per Schiff oder Flugzeug unterwegs.

          Viren haben es also noch leichter, sich schnell und über den Globus auszubreiten. Insofern ist die Weltgemeinschaft insgesamt gefordert und muss entschlossen handeln, bevor das Wuhan-Virus die nächste Pandemie – nach der Schweinegrippe im Jahr 2009 – auslösen kann.

          Peter-Philipp Schmitt
          Redakteur im Ressort „Deutschland und die Welt“.

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