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Nachbarschaftshilfe und Corona : Der zweite Schritt vor dem ersten

  • -Aktualisiert am

Nachbarschaftshilfe: „Solidarisch trotz Corona“ kümmert sich nicht nur um den Einkauf (Symbolbild). Bild: dpa

In der Coronakrise wollen viele in Frankfurt helfen. Noch ist die Bereitschaft größer, als es die Bedürfnisse sind.

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          Wie jede Epidemie hat auch diese klein angefangen. Mit 20 Freunden, die sich in dem Messengerdienst „Telegram“ zusammenfanden, um sich in der Krise gegenseitig zu unterstützen oder sich auch nur auszutauschen. Schon am nächsten Morgen waren es 200 Leute in der Gruppe, die ihre Hilfe anboten. „Und mittags waren es 800“, erzählt Zara Quanhi. Die Vierunddreißigjährige, die mit Freunden die Kerngruppe gegründet hatte, staunt noch immer über die Rasanz, mit der das Netzwerk „Solidarisch trotz Corona“ sich innerhalb kürzester Zeit auswuchs. Zu einer stadtumspannenden Nachbarschaftshilfe in Frankfurt, mit mehreren tausend Teilnehmern. Sie bieten Gives an, wollen geben: Einkaufen, Hunde ausführen, Medikamente abholen, Kinder beaufsichtigen, Plakate und Flyer drucken und verteilen, mit denen das Netzwerk sich in der ganzen Stadt bekannt macht.

          Gives sind aber auch: bei den Tafeln aushelfen, weil dort die Ehrenamtlichen zu den Hochrisikogruppen gehören. Oder Internetseiten aufbauen und betreuen, frisch eingerichtete Hotlines betreiben, die wichtigsten Corona-Infos in so ziemlich alle Sprachen zu übersetzen, die man in Frankfurt hören kann. Diese Gives bedienen Needs, also Bedürfnisse, die Menschen angemeldet haben, die vielleicht zu den Risikogruppen zählen, selbst erkrankt sind oder nicht sicher, ob sie das Virus haben und vorsichtshalber in Quarantäne bleiben.

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