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Coronavirus in Deutschland : RKI: Statistisch steckt ein Infizierter nun weniger als einen weiteren Menschen an

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Ein junger Mann macht an der Dreisam in Freiburg bei frühsommerlichen Temperaturen seinen Workout. Bild: dpa

Laut Robert-Koch-Institut flaut in Deutschland die Ansteckungsrate unter die angepeilte Marke ab. Die sogenannte Reproduktionsrate liege nun etwa bei 0,7.

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          Nach den Zahlen der Neu-Infektionen sinkt laut Robert-Koch-Institut in Deutschland auch die Ansteckungsrate unter die angepeilte Marke. Statistisch gesehen stecke ein Infizierter nun weniger als einen weiteren Menschen an, teilte das RKI am Donnerstagabend im täglichen Lagerbericht mit. Die sogenannte Reproduktionsrate (R) liege etwa bei 0,7. Die Schwankungsbreite der Schätzung liege zwischen 0,5 und 0,8. In den vergangenen Tagen hatte der Wert bei eins oder leicht darüber gelegen, am Mittwoch mit 0,9 erstmals knapp darunter.

          RKI-Chef Lothar Wieler hatte wiederholt betont, Ziel sei es, den Wert auf eins und möglichst darunter zu drücken. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte in ihrer Pressekonferenz am Mittwoch betont, diese Marke sei auch in Hinblick auf Lockerungen der Corona-Auflagen ein wichtiges Kriterium.

          Zuvor hatte das (RKI) die Zahl der in Deutschland nachweislich mit dem Coronavirus infizierten Menschen bereits mit 130.450 angegeben – ein Plus von 2866 seit dem Vortag. Die in der amerikanischen Stadt Baltimore ansässige Johns-Hopkins-Universität (JHU) meldete 134.753 Infizierte. Das RKI, das nur die elektronisch übermittelten Zahlen aus den Bundesländern berücksichtigt und seine Aufstellung einmal täglich aktualisiert, registrierte bislang 3569 Todesfälle, die JHU 3804 Tote. Die Zahl der Genesenen betrug etwa 77.000. (Lesen Sie hier, worin die Unterschiede bei der Zählung zwischen RKI und Johns-Hopkins-Universität liegen.)

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          Unterdessen hat Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier weitere behutsame Lockerungen für die Wirtschaft angedeutet. „Das, was wir verantworten können, werden wir auch tun“, sagt der CDU-Politiker in der ARD. Dies könne aber nur schrittweise gehen. Es wäre katastrophal, sollten Lockerungen später wieder zurückgenommen werden müssen, weil die Infektionszahlen erneut sehr stark stiegen. Die Grenze im Einzelhandel mit 800 Quadratmetern Verkaufsfläche sei nicht willkürlich gewählt, sondern im Recht die Grenze zwischen großen und kleinen Läden.

          Bund und Länder hatten sich am Mittwoch in einer Telefonkonferenz auf geringfügige Lockerungen der laufenden Einschränkungen im Zuge der Corona-Pandemie in Deutschland verständigt. Geöffnet werden sollen ab kommenden Montag wieder Geschäfte mit einer Verkaufsfläche von bis zu 800 Quadratmetern. Ab dem 4. Mai ist vorgesehen, den regulären Schulbetrieb schrittweise wieder aufzunehmen. Beginnen sollen die Abschlussklassen. Anstehende Prüfungen sind bereits vorher möglich. Großveranstaltungen bleiben gemäß der Einigung zwischen der Bundeskanzlerin und den Ministerpräsidenten der Bundesländer bis einschließlich 31. August grundsätzlich untersagt. Die bestehenden Kontaktbeschränkungen bleiben bis einschließlich 3. Mai bestehen.

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