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Quarantäne wegen Coronavirus : Was geschieht mit den Deutschen auf der „Diamond Princess“?

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Busse bringen am Sonntag amerikanischen Staatsbürger von Bord der Diamond Princess, die im Hafen von Yokohama unter Quarantäne liegt. Bild: AP

Seit Anfang Februar liegt das Kreuzfahrtschiff „Diamond Princess“ vor Yokohama unter Quarantäne fest. Nun sollen offenbar die deutschen Staatsangehörigen, darunter auch zwei mit dem Coronvirus infizierte, von Bord geholt werden.

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          Die deutschen Staatsbürger, die derzeit wegen des Coronavirus auf dem Kreuzfahrtschiff „Diamond Princess“ in Japan festsitzen, könnten schon bald nach Deutschland zurückkehren. Wie der Spiegel berichtet, stehe die Bundesregierung in Kontakt mit Italien, um eine gemeinsame Evakuierung aus Japan zu organisieren.

          Am Montagmorgen beriet der Krisenstab im Auswärtigen Amt über die Lage der Deutschen auf den unter Quarantäne stehenden Kreuzfahrtschiffen „Diamond Princess“ und „Westerdam“. Man wolle Passagiere, die es wünschten, so bald wie möglich nach Deutschland zurückholen, hieß es nach dem Treffen in Berlin. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums werde überlegt, Rückkehrer nicht zentral unterzubringen, sondern eine Quarantäne im häuslichen Umfeld vorzunehmen.

          Seit Anfang Februar liegt die „Diamond Princess“ im Hafen von Yokohama unter Quarantäne, nachdem an Bord der Ausbruch des Coronavirus festgestellt wurden. Mittlerweile sind dort mehr als 450 der 3700 Passagiere mit dem Virus infiziert, darunter auch zwei der insgesamt acht Deutschen. Am Sonntag holten die Vereinigten Staaten hunderte Passagiere von dem Kreuzfahrtschiff. Auch Hongkong, Kanada und Italien hatten angekündigt, ihre Staatsbürger von Bord des Schiffes zu holen. Dem Spiegel-Bericht zufolge, sollen die deutschen Passagiere zusammen mit den italienischen ausgeflogen werden.

          Die „Westerdam“ lief am 1. Februar mit 2257 Passagieren und Besatzungsmitgliedern aus Hongkong aus. Aus Angst vor dem Coronavirus hatten mehrere Länder das Schiff abgewiesen, ehe sich Kambodscha dazu bereiterklärte, die „Westerdam“ einlaufen zu lassen. An Bord wurde zwar bei keinem Passagier die Atemwegserkrankung Covid-19 nachgewiesen, allerdings wurde eine Amerikanerin nach Verlassen des Schiffs positiv auf das Virus getestet. Am vergangenen Freitag durften die ersten Passagiere das Schiff verlassen.

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