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Wegen Coronavirus : Post liefert keine Pakete mehr nach China

  • Aktualisiert am

DHL-Mitarbeiter in einem Logistikzentrum in Schanghai Bild: dpa

Wegen Flugausfällen und Problemen bei der Zustellung vor Ort nimmt die Deutsche Post keine Pakete nach China mehr an. Briefe mit Ziel in die Volksrepublik bearbeitet das Unternehmen zunächst noch, doch ist mit Verspätungen zu rechnen.

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          Die Deutsche Post nimmt keine Päckchen und Pakete nach China, Hongkong und Macao mehr an. Grund seien die durch den Ausbruch des Coronavirus ausgelösten Probleme beim Transport, der Verzollung und der Zustellung, hatte eine Sprecherin des Logistik-Konzerns am Freitag in Bonn gesagt.

          Briefe würden dagegen bis auf Weiteres noch angenommen und bearbeitet. Allerdings sei aufgrund der aktuellen Einschränkungen im Verkehr mit Verzögerungen bei der Zustellung zu rechnen.

          Auch der Abhol-, Zustell- und Lagerverwaltungsbetrieb der Post-Tochter DHL in der Provinz Hubei sei aktuell ausgesetzt, da die Provinzregierung unter anderem alle kommerziellen Flüge von und nach Wuhan ausgesetzt und alle Ausfallstraßen der Provinzhauptstadt abgeriegelt habe, teilte das Unternehmen mit.

          Nicht betroffen vom Annahmestopp für Päckchen und Pakete seien Sendungen nach Taiwan, betonte die Post. Auch der Express-Versand von Dokumenten nach China sei grundsätzlich noch möglich. Doch gebe es auch hier Einschränkungen in einigen Regionen - etwa in Hubei.

          Die belgische Post hat wegen der Krise um das Coronavirus den Versand nicht nur von Paketen sondern auch von Briefen nach China vorläufig eingestellt. Grund sei, dass immer mehr Flüge nach China abgesagt würden, teilte das Unternehmen Bpost am Samstag mit.

          „Wir bitten unsere Kunden, derzeit keine Briefe und Pakete mit Ziel China mehr in die Postämter zu bringen“, so Bpost weiter. Auch die Postunternehmen in Schweden, Spanien, Dänemark, Serbien, Griechenland, Amerika und anderen Ländern hätten die Beförderung von Postsendungen nach China bereits suspendiert.

          Der neuartige Coronavirus, COVID-19 genannt, greift in China derweil weiter um sich. Frankreich meldete am Samstag den Tod eines chinesischen Touristen, der aus der am stärksten betroffenen Provinz Hubei kam.

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