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Coronavirus : RKI meldet 741 Neuinfektionen

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Eine Mitarbeiterin des Robert Koch-Instituts (RKI) beschriftet während eines Fototermins nach einer Pressekonferenz zum Start der Studie "Corona-Monitoring lokal" eine Blutprobe für einen Antikörpertest. Bild: dpa

Das Robert Koch-Institut hat innerhalb eines Tages 741 neue Coronavirus-Fälle registriert. Wer in Nordrhein-Westfalen in Bus und Bahn keine Maske trägt, soll künftig 150 Euro Sofort-Bußgeld bezahlen.

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          Das Robert Koch-Institut (RKI) meldet 741 neue bestätigte Coronavirus-Infektionen. Die Gesamtzahl der Fälle in Deutschland steigt damit auf 212.022. Die Zahl der Todesfälle legt den Daten zufolge um zwölf auf 9168 zu.

          Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen mit Datenstand 4.8., 0.00 Uhr, in Deutschland bei 1,02 (Vortag: 1,09). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel etwa einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

          Zudem gibt das RKI ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Es bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert mit Datenstand 4.8., 0.00 Uhr, bei 0,99 (Vortag: 1,00). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor 8 bis 16 Tagen.

          Nordrhein-Westfalen plant ein Sofort-Bußgeld von 150 Euro bei Verstoß gegen die Maskenpflicht in Bussen und Bahnen. Das kündigt Landes-Verkehrsminister Hendrik Wüst in der „Rheinischen Post" an. „Wer ohne Mund-Nasen-Schutz erwischt wird, muss an der nächsten Haltestelle raus und zahlen." Bisher werden Bußgelder nur erhoben, wenn Fahrgäste sich trotz Aufforderung weigerten, die Maske aufzusetzen. „Keine lange Diskussion mehr mit Masken-Muffeln", erklärt Wüst.

          Der Corona-Ausbruch im österreichischen Touristenort St. Wolfgang ist nach Einschätzung der Behörden unter Kontrolle. Die Zahl der bekannten Fälle erhöhte sich seit Anfang der Woche nur noch um einen auf 79, wie der Krisenstab des Bundeslands Oberösterreich mitteilte. Die Zahl der betroffenen Betriebe in der Gemeinde blieb unverändert bei 18.

          Die meisten Infizierten arbeiten in der Hotel- und Gastronomiebranche. Die Ergebnisse neuer Tests von etwa 400 Beschäftigten sollen am Donnerstag vorliegen. Als Ausgangspunkt der zahlreichen Infektionen seit Ende Juli gelten Feiern junger Saisonmitarbeiter in zwei Lokalen, die daraufhin freiwillig geschlossen hatten.

          Die Behörden hatten die Infizierten über Kontaktpersonen gefunden und Schutzmaßnahmen verhängt. Bis 9. August gilt eine Sperrstunde von 23 Uhr an. Im Rest des Landes muss um 1.00 Uhr nachts geschlossen werden. Abreisende Gäste müssen ihre Kontaktdaten hinterlassen.

          Bei der Zahl von Tagesbesuchern und Übernachtungen habe es einen spürbaren Einbruch gegeben, sagte der Geschäftsführer der örtlichen Tourismusgesellschaft, Hans Wieser. „Tatsache ist, dass uns die Situation schon stark getroffen hat.“ An diesem Mittwoch will er mit Landesregierung und Stadtverwaltung einen „Comeback-Plan für den Tourismus“ vorstellen.

          Aktuell gibt es in Österreich nach Angaben des Gesundheitsministeriums etwas über 1400 aktive Erkrankungen mit Covid-19. 23 Patienten werden nach Angaben von Dienstag auf der Intensivstation behandelt.

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