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Coronavirus-Pandemie : Fünf Staatsoberhäupter fordern globale Allianz

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Frank-Walter Steinmeier im Schloss Bellevue: Gemeinsam mit vier weiteren Präsidenten fordert er eine globale Allianz gegen die Coronavirus-Pandemie. Bild: dpa

Gemeinsame Lösungen statt nationale Alleingänge: Dies fordern mehrere Staatsoberhäupter in einem offenen Brief. Frank-Walter Steinmeier hat als einziger Vertreter Europas unterschrieben.

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          Die Staatsoberhäupter von Deutschland, Jordanien, Singapur, Ecuador und Äthiopien warnen im Kampf gegen das Coronavirus vor nationalen Alleingängen und fordern eine globale Allianz. „Diese Pandemie wird kein Land verschonen, egal wie fortschrittlich seine Wirtschaft, seine Fähigkeiten oder seine Technologie sind“, schreiben die fünf Staatsoberhäupter, darunter Frank-Walter Steinmeier, in einem Gastbeitrag für die „Financial Times“. „Vor diesem Virus sind wir alle gleich und wir müssen alle zusammenarbeiten, um es zu bekämpfen.“ Hintergrund sind Sorgen, dass sich einzelne Staaten vor allem um nationale Lösungen kümmern und sich dabei bei der Beschaffung von Schutzausrüstung und der Entwicklung von Impfstoffen Vorteile verschaffen könnten.

          „Die weltweite Verfügbarkeit einer wirksamen Behandlungsmethode und eines künftigen Impfstoffs sollte das leuchtende Beispiel für ein ’globales öffentliches Gut’ werden“, schreiben die Verfasser. Nicht genannte Staaten würden sich derzeit nach innen wenden, während sie versuchten, die Corona-Pandemie zu bewältigen. „Sie schließen ihre Grenzen und verhängen drastische Maßnahmen. Dieser Rückzug birgt die Gefahr, dass am Ende jedes Land für sich alleine kämpft“, heißt es in dem Aufruf. Dabei könne man Covid-19 wirkungsvoller bekämpfen, wenn alle Barrieren für den Austausch von Wissen und Zusammenarbeit beseitigt würden.

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