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Coronavirus : Patient aus Nordrhein-Westfalen in kritischem Zustand

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Universitätsklinikum Düsseldorf: Hierhin soll der am Coronavirus erkrankte Patient gebracht werden. Bild: dpa

In Nordrhein-Westfalen tagt der Krisenstab. In dem Bundesland kämpft ein am Coronavirus erkrankter Mann um sein Leben. In China steigt unterdessen die Zahl der Todesopfer.

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          In zwei deutschen Bundesländern, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen, sind erstmals Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus nachgewiesen worden. Der Zustand des Patienten in NRW war laut Behörden weiterhin kritisch. Er sollte am Dienstagabend von einem Krankenhaus in Erkelenz ins Uni-Klinikum Düsseldorf gebracht werden. Bei dem Mann handelt es sich um einen 47-Jährigen, wie die „Aachener Zeitung“ berichtet. Er leidet an einer Vorerkrankung. Seine Ehefrau werde mit Symptomen einer Viruserkrankung ebenfalls stationär behandelt, bei ihr handelt es sich um einen Verdachtsfall. Ihr Zustand sei aktuell stabil. Der Mann hatte nach Angaben des dortigen Landrats Kontakt mit einem Bekannten, der sich geschäftlich in letzter Zeit in China aufgehalten habe.

          Die Personen aus dem engeren Umfeld des Mannes werden am Mittwoch weiter kontaktiert und erhalten „Verhaltensmaßregeln“, sagte der Heinsberger Landrat Stephan Pusch. Nach Angaben der „Aachener Zeitung“ war Pusch am Mittwochmorgen auf dem Weg nach Düsseldorf. Dort kommt um 9 Uhr der Krisenstab des Landes Nordrhein-Westfalen zusammen. Im Kreis Heinsberg bleiben die Schulen und Kindertagesstätten geschlossen.

          Der Patient in Baden-Württemberg ist ein 25-Jähriger aus dem Landkreis Göppingen, der sich laut Behörden vermutlich in Mailand bei einer Italienreise angesteckt hat. In der Lombardei waren zuletzt zahlreiche Covid-19-Fälle bemerkt worden, Italien gilt aktuell als das Land mit den meisten nachgewiesenen Fällen in Europa. Er soll in eine Klinik gebracht und dort isoliert untergebracht und behandelt werden. Nähere Informationen zu den jeweiligen Fällen wurden für Mittwoch angekündigt. Damit gibt es in Deutschland 17 bestätigte Fälle des Coronavirus.

          Weitere Infizierte in Spanien

          In Spanien hat das Coronavirus mittlerweile die Hauptstadt Madrid erreicht. Dort wurde ein 24 Jahre alter Student positiv getestet. Es ist die siebte Infektion in Spanien. Bei vier der jüngsten Fälle besteht eine Verbindung nach Italien. Der Mann aus Madrid war vor kurzem in Norditalien und zeigte bisher nur leichte Grippesymptome. Zuvor war am Dienstag in Barcelona bei einer Italienerin das Virus gefunden worden. Sie wohnt in Barcelona, war aber wenige Tage zuvor von einer Reise in die Gegend von Mailand zurückgekehrt.

          In einem Krankenhaus auf Teneriffa befindet sich ein italienisches Ehepaar unter Quarantäne, das ebenfalls infiziert ist. Gäste und Angestellte ihres Hotels werden untersucht und dürfen die Anlage bisher nicht verlassen. In der autonomen Region von Valencia wurde am Dienstagabend zudem in der Nähe von Castellón ein Mann positiv getestet. Zuvor war das Virus auf La Gomera und Mallorca bei einem deutschen und einem britischen Touristen gefunden worden. Sie wurden mittlerweile aus der Quarantäne entlassen.

          Suche nach Kontaktpersonen

          Auch in Österreich und der Schweiz sind erstmals Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus aufgetreten. In Tirol wandten sich am Dienstag zwei 24 Jahre alte Personen mit einschlägigen Symptomen an die Leitstelle des Landes. Die beiden Italiener aus der Lombardei, die in Innsbruck leben, wurden in der dortigen Universitätsklinik isoliert und behandelt. „Es ist das Erwartbare eingetreten“, sagte eine Beamtin im Gesundheitsministerium in Wien.

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