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Kampf gegen das Coronavirus : Kurz will wohl vermehrt Standortdaten auswerten lassen

  • Aktualisiert am

Nicht ohne seinen Mundschutz: Sebastian Kurz (ÖVP) während einer Nationalratssitzung Bild: dpa

„Wir haben alle ein Ziel, nämlich möglichst schnell wieder unsere Freiheit zurückzubekommen“, sagt der österreichische Kanzler. Wer kein Smartphone besitze, solle für das Tracking einen Schlüsselanhänger bekommen.

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          Österreich wird im Kampf gegen das Coronavirus nach Ostern womöglich verstärkt auf Standortdaten von Mobiltelefonen zugreifen. Das deutete Bundeskanzler Sebastian Kurz am Samstag nach Angaben der Nachrichtenagentur APA vor Journalisten an. „Wir haben alle ein Ziel, nämlich möglichst schnell wieder unsere Freiheit zurückzubekommen“, sagte der 33 Jahre alte Politiker demnach.

          „Dazu wird es Begleitmaßnahmen brauchen.“ Die Auswertung von Standortdaten (Tracking) werde eine „wichtige Basis“ sein. Weil zwei Millionen Österreicherinnen und Österreicher kein Smartphone besitzen, werde an Schlüsselanhängern gearbeitet, über die dann wohl ebenfalls der Standort ermittelt werden könne.

          Den Handel wieder hochfahren

          Zusätzlich zum Tracking brauche es laut Kurz schnelle Tests und die sofortige Isolation aller Kontakte von Infizierten. Die weiteren Säulen der künftigen österreichischen Strategie werden demnach der Schutz gefährdeter Gruppen und älterer Menschen sowie das konsequente Abstandhalten und das Tragen von Masken sein.

          Diese Maßnahmen sollen dafür sorgen, dass nach Ostern ein Schritt in Richtung Normalität gemacht werden könne. Die Regierung hat bereits mehrfach angekündigt, am Montag einen Fahrplan für die Zeit nach Ostern verkünden zu wollen. Die Österreicher dürfen darauf hoffen, dass dann wieder mehr Geschäfte öffnen werden. „Klar ist, dass wir beim Handel mit dem Wiederhochfahren beginnen werden“, sagte Kurz.

          Österreich läuft seit Mitte März auf Minimalbetrieb, außer Drogerien und Lebensmittelläden mussten quasi alle Geschäfte schließen, auch Lokale und Restaurants sind zu. Zudem gelten Ausgangsbeschränkungen. Die Maßnahmen zeigten Wirkung: Die Zahl der Sars-CoV-2-Infektionen stieg zuletzt um weniger als vier Prozent am Tag an.

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