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Coronavirus in Deutschland : Sieben-Tage-Inzidenz sinkt unter 200

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Eine Frau in Köln mit Mund-Nasen-Schutz Bild: dpa

Die Zahl der registrierten Neuinfektionen geht weiter stark zurück. Das RKI meldet rund 2700 Ansteckungen binnen eines Tages. Acht Personen starben im Zusammenhang mit dem Virus.

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          Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet 2713 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Das sind 1110 Fälle weniger als am Sonntag vor einer Woche, als 3823 Corona-Infektionen gemeldet wurden. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz sinkt weiter auf 196,2 von 209,4 am Vortag. Acht weitere Personen starben im Zusammenhang mit dem Virus. Damit erhöht sich die Zahl der gemeldeten Todesfälle auf 138.862.

          Angesichts einer möglichen neuen Corona-Welle im Herbst sprach sich der Chef des Robert Koch-Instituts, Lothar Wieler, für Vorkehrungen aus. Er forderte am Samstag einen wirksamen gesetzlichen Rahmen zur Bekämpfung des Virus. „Die gesetzlichen Rahmenbedingungen müssen natürlich stimmen“, sagte er im Bayerischen Rundfunk mit Blick auf das Infektionsschutzgesetz. Die derzeit geltende Fassung des Gesetzes läuft bis zum 23. September. Die rot-grün-gelbe Bundesregierung ringt derzeit darum, wie die Corona-Schutzvorgaben für den Herbst aussehen sollen.

          RKI rechnet mit steigenden Zahlen im Herbst

          Wieler sagte, wohl alle Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, „die sich wirklich ernsthaft und fundiert, also mit Fachwissen, mit dieser Pandemie befassen, gehen davon aus, dass im Herbst die Zahlen wieder steigen werden.“ Man werde wieder steigende Inzidenzen sehen. „Was wir aber nicht wissen, – und das ist die große Unbekannte – ist, welche Krankheit wird das Virus machen.“

          Der Vorsitzende des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, hatte der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ am Samstag gesagt, eine Anpassung des Infektionsschutzgesetzes sei nötig, „damit Eindämmungsmaßnahmen eingeführt werden können, wenn die Lage ernst wird, und zwar bundesweit einheitlich“. Als Ultima Ratio, also letztes Mittel, müsse darin „auch die Möglichkeit zu einem Lockdown verankert werden“.

          Der Grünen-Gesundheitspolitiker Janosch Dahmen sprach sich mit Blick auf den Herbst für eine Maskenpflicht als Option aus. „Die Wirksamkeit medizinischer Masken im Infektionsschutz ist bereits hinreichend wissenschaftlich belegt. Wir sollten dieses Instrument für die laufende und zukünftige Pandemien nicht aus der Hand geben und deshalb eine Maskenpflicht im Infektionsschutzgesetz falls erforderlich weiter ermöglichen“, sagte er der „Rheinischen Post“ .

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