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Coronavirus in Deutschland : RKI meldet niedrigsten Anstieg seit Wochenbeginn

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Viele Bürger haben sich vor dem Kölner Dom versammelt um am Ostersonntag dem "Dicken Pitter", der großen Glocke des Doms zu lauschen. Bild: dpa

Die Zahl der in Deutschland nachweislich mit den Coronavirus Infizierten steigt um 2821 auf 120.479. Die Hälfte ist laut Schätzungen bereits wieder genesen.

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          Dem Robert-Koch-Institut (RKI) wurden am Karsamstag 2821 neue Nachweise auf eine Infektion mit dem Coronavirus gemeldet. Die Zahl derjenigen, die sich in Deutschland bislang nachweislich mit Sars-Cov-2 infizierten, beläuft sich damit auf 120.479. Es ist der niedrigste gemeldete Anstieg seit Wochenbeginn. Allerdings wurden in den vergangenen Wochen am Wochenende häufig Fälle zeitlich verzögert gemeldet. Die Zahlen werden dem RKI elektronisch von den Bundesländern übermittelt und einmal am Tag aktualisiert.

          Die Zahl der Toten erhöht sich laut RKI um 129 auf 2673. Nach Schätzungen des Instituts ist die Hälfte der nachweislich Erkrankten (60.200) bereits wieder genesen, das sind 2700 mehr als am Vortrag.

          Etwas höhere Zahlen für Deutschland meldet die amerikanische Johns-Hopkins-Universität (JHU). Am Sonntagvormittag zählte sie bereits 125.452 Infektionen. Die Zahl der Todesopfer beziffert sie ebenfalls etwas höher mit 2871. (Lesen Sie hier, worin die Unterschiede bei der Zählung zwischen RKI und Johns-Hopkins-Universität liegen.) 

          Weltweit zählte die JHU 1.781.127 Infektionsnachweise und 108.994 Tote. In den Vereinigten Staaten wurden inzwischen die meisten Infektionsfälle gemeldet (530.006). Dort sind auch die meisten Toten zu beklagen (20.608).

          Am Karsamstag hatte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier die Menschen in Deutschland zu Geduld, Disziplin und Solidarität in der Corona-Krise aufgerufen. „Wie es jetzt weitergeht, wann und wie die Einschränkungen gelockert werden können, darüber entscheiden nicht allein Politiker und Experten“, sagte Steinmeier am Samstag in einer Fernsehansprache zu den Osterfeiertagen. „Sondern wir alle haben das in der Hand, durch unsere Geduld und unsere Disziplin – gerade jetzt, wenn es uns am schwersten fällt“, ergänzte er.Dafür

          Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte die Osterfeiertage am Donnerstag als „Weggabelung“ bezeichnet. „Bleiben wir auch übers Wochenende konsequent, wird die schrittweise Rückkehr zur Normalität wahrscheinlicher. Werden wir jetzt nachlässig, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass eine Verlängerung der Auflagen nötig wird“, sagte er. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) will sich am Mittwoch mit den Ministerpräsidenten treffen, um über das weitere Vorgehen zu sprechen.

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