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Pandemie in Deutschland : RKI meldet 23.399 Corona-Neuinfektionen

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Nicht viel los: Auf der Großen Freiheit in St. Pauli haben viele Betriebe geschlossen und ihre Außenbeleuchtung ausgeschaltet. Bild: dpa

Und wieder ein neuer Rekord: Das Robert-Koch-Institut verzeichnet deutlich mehr als 23.000 Neuinfektionen mit dem Coronavirus. Außerdem werden 130 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus registriert.

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          Wieder ein neuer Höchststand: Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert-Koch-Institut (RKI) 23.399 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Dies geht aus Angaben des RKI vom Samstagmorgen hervor. Erst am Freitag hatte die Zahl der Neuinfektionen erstmals die Marke von 20.000 überschritten. Insgesamt haben sich dem RKI zufolge seit Beginn der Pandemie bundesweit 642.488 Menschen mit Sars-CoV-2 infiziert (Stand: 07. 11., 00.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg bis Freitag um 130 auf insgesamt 11.226. Die Zahl der Genesenen beläuft sich auf etwa 412.000.

          Führende Mediziner gehen derweil davon aus, dass in drei Wochen keine regulären Intensivbetten für Covid-Patienten mehr verfügbar sind. Gegenüber der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung erklären sie, wenn die Zahl der Patienten mit schweren Verläufen weiter ansteige wie bisher, seien alle aktuell als frei gemeldeten Betten belegt, schon in drei Wochen. Der „Lockdown“ habe darauf kaum Einfluss, weil dieser erst in Wochen wirken werde.

          „Beschaffung der Tests im Aufbau“

          Zum Schutz vor Infektionen besonders in Pflegeheimen und Kliniken läuft unterdessen der Einsatz neuer Corona-Schnelltests an. In ersten Bundesländern können die ergänzenden Testmöglichkeiten nach Angaben der zuständigen Ministerien bereits verwendet werden, teils sind Vorbereitungen dafür geplant. Für November hat der Bund zunächst neun Millionen Tests über Abnahmegarantien bei Herstellern gesichert, damit die Länder oder Einrichtungen sie kaufen können. Dieses monatliche Kontingent soll schrittweise auf 22 Millionen Schnelltests im Januar anwachsen, wie es vom Bundesgesundheitsministerium hieß.

          Sachsen-Anhalt hat erste Heime und Kliniken mit Tests ausgestattet. Gut 11.000 Tests seien an Einrichtungen in Wittenberg gegangen, wie das Gesundheitsministerium auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. Weitere sollen in den nächsten Tagen folgen. Das Land will insgesamt 500.000 Tests beschaffen. In Bayern sind bisher 464.000 Schnelltests an 67 Kommunen verteilt worden. Insgesamt hat das Land 10,5 Millionen Tests geordert. Als Reserve bei hoher Nachfrage.

          In Brandenburg erklärte das Ministerium: „Die Schnelltests werden noch nicht flächendeckend eingesetzt, einzelne Einrichtungen nutzen sie aber schon.“ Auch in Schleswig-Holstein setzen nach Angaben des Sozialministeriums erste Einrichtungen Schnelltests ein. „Insgesamt ist die Beschaffung der Tests derzeit im Aufbau.“ In Sachsen gibt es ebenfalls bereits Schnelltests, die Einrichtungen selbst beschaffen

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