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Corona-Virus : Verluste in Asien belasten auch Kurse deutscher Aktien

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Angst vor dem Coronavirus: Da hilft nur noch der Atemschutz. Bild: dpa

Am Aktienmarkt in Asien hat der Ausbruch des Corona-Virus in China die Kurse deutlich belastet. Auch in Deutschland geben die Indizes nach.

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          Deutliche Kursverluste in Asien drücken am Dienstag auch die Kurse deutscher Aktien ins Minus. Der mit 100 Werten den deutschen Aktienmarkt breit abbildende F.A.Z.-Index gibt 0,7 Prozent auf 2472 Punkte nach, der Standardwerteindex Dax um 0,6 Prozent auf 13.464 Zähler.

          Händler verwiesen auf die gestiegene Nervosität unter Anlegern angesichts der sich ausbreitenden neuartigen Virus-Lungenkrankheit in China. Dass die Weltgesundheitsorganisation wegen der Erkrankungen ihren Notfallausschuss einberufen habe, habe das Augenmerk der Investoren auf die Sache gezogen, sagte Analyst Stephen Innes vom Handelshaus Axicorp.

          Die asiatischen Börsen hatten wegen der Unsicherheit hinsichtlich der Ausbreitung des Corona-Virus deutlich nachgegeben. In der chinesischen Sonderverwaltungszone Hongkong gesellte sich dies als Belastung zu den zuletzt spürbaren Auswirkungen der Proteste. Der Hongkonger Hang Seng gab daher besonders stark um 2,8 Prozent auf 27.985 Zähler nach.

          F.A.Z.-Index

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          Die Ausbreitung des Virus sorgte im gesamten asiatischen Raum für Unsicherheit. „Die Einschnitte für die Weltkonjunktur könnten gigantisch sein, falls der Ausbruch sich zu einer Epidemie entwickelt“, schrieb Marktstratege Stephen Innes von Axitrader in einer Studie. Dies würde der etwa der Luftfahrtindustrie aus Sicht des Experten einen schweren Schlag versetzen.

          Der japanische Leitindex Nikkei schloss mit einem Minus von 0,9 Prozent auf 23.865 Punkten. Der CSI-300-Index mit den 300 wichtigsten Aktien an den chinesischen Festlandbörsen gab um 1,7 Prozent auf 4114,31 Punkte nach.

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