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Coronavirus in China : Ende der Überlegenheit

Bild: Fang Bin

Die Ausbreitung des Coronavirus untergräbt die Glaubwürdigkeit der chinesischen Führung. Aktivisten, die in den Krankenhäusern die Lage dokumentieren, werden in die Nähe „feindlicher Kräfte“ gerückt.

          4 Min.

          Xi Jinping ist in diesen Tagen kaum zu sehen. Der „Führer des Volkes“, wie er sich nennen lässt, war bis Mitte der Woche noch nicht in Wuhan, dem Epizentrum der Krise, die inzwischen ganz China lahmgelegt hat. Zwar betonen die Staatsmedien, dass der Staats- und Parteichef im Kampf gegen das Coronavirus das Kommando führt. Doch falls das so ist, tut er es im Hintergrund. Über die Gründe lässt sich nur spekulieren.

          Friederike Böge

          Politische Korrespondentin für Ostasien.

          Manche meinen, Bilder von Xi Jinping mit Gesichtsmaske und Schutzkleidung würden schlecht zu dem Personenkult passen, den der Propagandaapparat um ihn veranstaltet. Vielleicht war das der Grund, warum das Staatsfernsehen, in Ermangelung anderer Bilder, eine Sitzung des Ständigen Ausschusses des Politbüros zeigen durfte, was äußerst ungewöhnlich ist. Andere glauben, der Parteichef wolle nicht zu sehr mit den Fehlern assoziiert werden. Womöglich wird er erst dann in Erscheinung treten, wenn es Erfolge zu verkünden gibt.

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