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Wenn Virus-Fallzahlen steigen : Großbritannien schließt Abriegelung von Städten nicht aus

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Der britische Gesundheitsminister Matt Hancock betonte im Interview, dass jede einzelne Person eine wichtige Rolle im Kampf gegen das Virus spielt. Bild: Reuters

In Großbritannien prüft man zur Zeit „alle Optionen“, um im Fall einer weiteren Ausbreitung des Coronavirus gewappnet zu sein. Der britische Gesundheitsminister schreckt auch vor drastischen Maßnahmen nicht zurück.

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          In einem Interview mit dem Fernsehsender BBC hat der britische Gesundheitsminister Matt Hancock am Sonntag ausdrücklich eine Abriegelung britischer Städte nach chinesischem Vorbild nicht ausgeschlossen, sollte dies zum Schutz vor einer weiteren Ausbreitung des Coronavirus notwendig sein. Sollten die Fallzahlen zunehmen, plane die britische Regierung zudem, Ärzte aus dem Ruhestand zurückzuholen. Die Schließung von Schulen sei momentan noch nicht notwendig, würde bei positiv getesteten Fällen im Schulumkreis jedoch ebenfalls möglich werden.

          Die britische Regierung prüft nach Hancocks Angaben zur Zeit mit einer Art „Schlachtplan“ jede einzelne Option, um gegen die Ausbreitung des Coronavirus in dem Land anzukämpfen, wie der Minister in einem Fernsehinterview mit „Sky News“ am Sonntag bekanntgab. Hancock bestätigte, dass die Regierung ihren „Schlachtplan“ für die Maßnahmen veröffentlichen wird. Weitreichendere Maßnahmen würden jedoch erst in Kraft treten, wenn sich die Lage verschlimmern sollte. Zur Zeit gibt es in Großbritannien 23 bekannte Fälle von Menschen, die sich mit dem Virus infiziert haben.

          „Die Ausbreitung des Virus ist eine sehr, sehr bedeutende Herausforderung“, sagte Hancock in dem „Sky News“-Interview weiter. Gleichzeitig beschwichtigte Hancock aufgrund der zur Zeit noch geringen Infektionszahl: „So lange die Menschen regelmäßig die Hände waschen und sich an die festgelegten Vorsichtsmaßnahmen halten, sind wir auf dem richtigen Weg.“

          Aktuell befinde sich Großbritannien im ersten Stadium des Planes zur Eindämmung des Virus. Hier sei es die oberste Priorität, die weitere Ausbreitung von Covid-19 zu bekämpfen. Konkret bedeute das, dass jeder Fall einer Infizierung direkt behandelt wird und alle Personen, die mit der erkrankten Person in Kontakt standen, ebenfalls kontaktiert werden. Da es sich bei den meisten Infektionsfällen in dem Inselstaat bislang um Menschen handele, die sich im Ausland mit dem Virus angesteckt haben, sei die Eindämmung momentan gut möglich.

          Die britische Regierung hat laut Hancock 40 Millionen Pfund in die Erforschung eines neuen Impfstoffes gegen das Virus gesteckt. Ein Präparat ist jedoch frühestens in ein paar Monaten zu erwarten. Früher könne man mit Medikamenten rechnen, die die Behandlung von Menschen, die an dem Coronavirus erkrankt sind, verbessern und die Symptome abmildern könnten, sagte Hancock ebenfalls in dem Interview.

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