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Coronavirus : Bundesminister sehen Deutschland gut gerüstet

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Hilft laut Medizinern wenig, gibt aber vielen ein sicheres Gefühl: Auf dem Flughafen von Sao Paulo in Brasilien präsentiert eine Verkäuferin einen Mundschutz. Bild: Reuters

Hamsterkäufe und Kursverfall auf der einen, zur Besonnenheit mahnende Worte von Politikern und Experten auf der anderen Seite: Das Virus breitet sich weiter aus. In Hessen wurden vier weitere Infektionen gemeldet. Zwei Länder melden die ersten Todesfälle.

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          Das sich ausbreitende Coronavirus wirkt sich weltweit immer stärker auf den Alltag aus. Die Vereinigten Staaten und Australien haben die ersten Todesfälle in ihren Ländern gemeldet.

          In Deutschland wurden am Samstag in zahlreichen Bundesländern weitere Fälle bestätigt. Infektionen mit dem Erreger Sars-CoV-2 gibt es nun in Bayern, Baden-Württemberg, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Hamburg, Bremen, Schleswig-Holstein und Rheinland-Pfalz. In Hessen wurden am späten Samstagabend vier weitere Corona-Infektionen bestätigt. Es handelt sich dabei um drei Männer aus Frankfurt und eine Frau aus Groß-Gerau. Derzeit werde versucht, mögliche Kontaktpersonen der Erkrankten nachzuverfolgen und zu informieren, teilte das Ministerium für Soziales und Integration am Samstagabend mit. Die Zahl der bestätigen Fälle erhöht sich in Hessen somit auf acht.

          Zwei Männer aus Frankfurt sowie die Frau aus dem Landkreis Groß-Gerau stehen im Zusammenhang mit dem Corona-Fall in Wetzlar, der bereits am Donnerstag bestätigt wurde. Alle zeigen milde Krankheitssymptome. Ein 1988 geborener Mann aus Frankfurt ist stationär isoliert, ein 1992 geborener Mann aus Frankfurt sowie eine 1979 geborene Frau aus dem Landkreis Groß-Gerau befinden sich in häuslicher Quarantäne. Die Infektion eines 1989 geborenen Mannes aus Frankfurt steht nach Angaben des Ministeriums nicht im Zusammenhang mit dem Fall in Wetzlar. Sie kann auf eine Italienreise zurückgeführt werden.

          Im Saarland und in den neuen Bundesländern wurden bislang noch keine Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus nachgewiesen.

          Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) betonte abermals, nach derzeitiger Erkenntnis verliefen vier von fünf Coronavirus-Infektionen milde oder sogar ganz symptomfrei. Je größer die Zahl der Ansteckungen, desto höher sei aber auch die Wahrscheinlichkeit, dass es zu schweren Verläufen, zu Lungenentzündungen oder zu Todesfällen komme, sagte Spahn.

          Für ganz Deutschland zählte das Robert Koch-Institut bis Samstagvormittag 66 nachgewiesene Infektionen. Eine Reihe zusätzlicher Fälle wurde im Laufe des Tages in mehreren Bundesländern registriert.

          Seehofer und Scholz sehen Deutschland gewappnet

          Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) geht nicht von einem schnellen Ende des Kampfes gegen das Virus aus. „Ich rechne damit, dass wir zum Jahreswechsel einen entsprechenden Impfstoff zur Verfügung haben“, sagte er der „Bild am Sonntag“. Bis dahin müsse man das Virus „mit den klassischen Mitteln des Seuchenschutzes bekämpfen. Wir müssen die Infektionsketten konsequent unterbrechen.“ Auch die Absperrung von Regionen oder Städten schloss Seehofer nicht völlig aus. „Dieses Szenario wäre das letzte Mittel“, sagte der CSU-Politiker.

          Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) sieht ausreichend Mittel vorhanden, um negativen Folgen der Ausbreitung des Virus für die Wirtschaft entgegen zu steuern. „Wenn die Lage es erforderte, dass ein solcher Impuls nötig wird, haben wir auch die Mittel, ein Konjunkturprogramm aufzulegen“, sagte Scholz der „Welt am Sonntag“.

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