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Coronavirus : Bundesminister sehen Deutschland gut gerüstet

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Deutschland sei für den Kampf gegen den Erreger Sars-CoV-2 gewappnet, sagte der Minister. Medizinische Nothilfe könne aus dem laufenden Etat bestritten werden. „Sollte es darüber hinaus zu schweren Verwerfungen in der Weltwirtschaft kommen, etwa weil weltweit Märkte und Produktionsstätten beeinträchtigt werden, haben wir alle Kraft, um darauf schnell, entschieden und stark zu reagieren“, sagte Scholz der Zeitung. Zuvor hatte bereits Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) im Falle einer noch massiveren Auswirkung des Coronavirus auf die Wirtschaft ein Gegensteuern der Regierung in Aussicht gestellt, von Konjunkturprogrammen hatte er allerdings nicht gesprochen.

Erste Tote in Amerika und Australien

Nach Bekanntwerden des ersten Toten durch das neuartige Coronavirus im Land haben die Vereinigten Staaten davon abgeraten, in die betroffenen Regionen in Italien und Südkorea zu reisen. Die Reisehinweise wurden auf die höchste Stufe vier verschärft, sagte Vizepräsident Mike Pence in Washington. Zudem sei die Zahl der bekannten Fälle von Ansteckungen mit dem Erreger Sars-CoV-2 in den Vereinigten Staaten auf 22 gestiegen, sagte Nancy Messonier, Leiterin der Abteilung für Immunisierung und Atemwegserkrankungen der Gesundheitsbehörde CDC.

In Australien starb an diesem Sonntag ein 78 Jahre alter Mann aus Perth an der Krankheit. Der Mann war zusammen mit seiner Frau auf dem vor der Küste Japans unter Quarantäne stehendem Kreuzfahrtschiff „Diamond Princess“ gewesen und hatte es dann Richtung Australien verlassen können.

Ausbreitung in Asien

Die Zahl der Opfer und Infizierten stieg auch in China und Südkorea weiter. Wie die Pekinger Gesundheitskommission an diesem Sonntag mitteilte, starben in China weitere 35 Menschen an der Lungenkrankheit Covid-19, zudem wurden 573 neue Erkrankungen gemeldet. Damit sind in China bislang 2870 Menschen dem neuartigen Coronavirus zum Opfer gefallen. Die Gesamtzahl der Infektionen auf dem chinesischen Festland lag bei fast 80.000, von denen jedoch laut offiziellen Angaben etwa die Hälfte bereits geheilt wurde.

Südkoreas Gesundheitsbehörden meldeten, in der Nacht zum Sonntag seien 376 weitere Menschen erfasst worden, die sich mit dem Erreger der Lungenkrankheit angesteckt hätten. Bisher wurden 3526 Menschen positiv auf das Virus getestet – so viele wir nirgendwo sonst außerhalb Chinas. Mit dem Virus werden in Südkorea bislang 17 Todesfälle in Verbindung gebracht.

Der deutsche Leitindex Dax war am Freitag aus Sorge vor einer Coronavirus-Pandemie zeitweise um mehr als fünf Prozent abgerutscht. Der Handelstag schloss die schwärzeste Woche seit dem Börsencrash im August 2011 ab – damals mitten in der Euro-Schuldenkrise.

In einigen deutschen Supermärkten kam es zu Hamsterkäufen – auch in Bundesländern, in denen noch keine Infektion bestätigt wurde. Kunden griffen vermehrt zu langlebigen Lebensmitteln und Getränken. Auch Regale mit Reinigungstüchern oder Desinfektionsmitteln waren leer. Nach Einschätzung des Handels drohen aber keine Engpässe.

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Bundesgesundheitsminister Jens Spahn bezeichnete allerdings nicht mehr verfügbare Schutzausrüstung zum Beispiel für Ärzte als „großes Thema“, weil Länder, Krankenhäuser und auch Privatpersonen auf der ganzen Welt auf Vorrat kauften. Der CDU-Politiker sagte der „Welt am Sonntag“, auch Hersteller in Deutschland seien oft selbst auf Vorprodukte aus China angewiesen. „Wir sollten bei Arzneimitteln oder Schutzausrüstungen nicht in diesem Umfang von anderen Regionen der Welt abhängig sein.“

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