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Abstrich am Autofenster : „Corona-Drive-In“ eröffnet

Drive-In: Coronatest in Groß-Gerau Bild: Kreisklinik Groß-Gerau

Die Kreisklinik Groß-Gerau eröffnet einen „Corona-Drive-In“. Der Schnelltest auf dem Parkplatz vor dem Haus ist aber nur nach einer Voranmeldung möglich. Derweil gibt es gute Nachrichten zu Neuinfektionen in Hessen.

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          Am Anfang ist es nur ein nicht ganz ernst gemeinter Vorschlag gewesen. Seit Wochenbeginn aber wird in der Kreisklinik Groß-Gerau, genauer gesagt: auf einen kleinen Parkplatz hinter dem Haus, nun tatsächlich eine Art „Corona-Drive-In“ betrieben. Für den Schnelltest müssen angemeldete Patienten nicht einmal das Auto verlassen. Sie dürfen es auch gar nicht.

          Markus Schug

          Korrespondent der Rhein-Main-Zeitung in Mainz und für den Kreis Groß-Gerau.

          Denn das Verfahren sieht explizit vor, dass der zu Testende in seinem Wagen, also sozusagen in der eigenen Quarantänestation verbleibt. Derweil nimmt ein möglichst gut geschützter Mitarbeiter des Krankenhauses durchs geöffnete Autofenster hindurch den benötigten Nasen- oder Rachenabstrich vor.

          Ergebnis telefonisch mitgeteilt

          Wenn jene Personen, die untersucht werden sollen, erst gar nicht in das Krankenhaus gelangten, kämen sie auch nicht mit anderen Patienten oder Mitarbeitern in Berührung, so die Idee für das von der Kreisklinik gewählte Modell. Die Ansteckungsgefahr werde so deutlich gemindert. Bisher sind auf dem Parkplatz am Hintereingang laut Pressestelle des Kreises gut eine Handvoll Personen zum Test vorgefahren – keiner davon habe eine Corona-Infektion gehabt.

          Die Ergebnisse werden den „Kunden“, die übrigens nicht einfach so in Groß-Gerau vorbeischauen können, sondern sich vor der Untersuchung mit Vertretern des Kreisgesundheitsamts und des Krankenhauses absprechen müssen, am Ende dann telefonisch übermittelt.

          Dabei sind die Groß-Gerauer nicht die Einzigen, die versuchen, möglicherweise infizierte Personen von sich fernzuhalten. Das Krankenhaus in Idstein hat dieser Tage im Falle einer aus Iran zurückgekehrten Familie ebenso gehandelt. Auch in Arztpraxen, etwa in Marburg, soll es bei Verdachtsfällen inzwischen durchaus üblich sein, dass Experten in Schutzanzügen ihre Patienten auf dem Parkplatz vor der Tür zum Abstrich bitten. Im Hochtaunuskreis widmet sich eine Medizinerin besonderen Patienten in der Garage, etwa für Blutabnahmen.

          Keine Neuinfektionen in Hessen

          Die Zahl der bekannten Coronavirus-Fälle in Hessen hat sich nicht erhöht. Wie das hessische Sozialministerium in Wiesbaden am Mittwoch berichtete, wurden bis zu Nachmittag in Hessen insgesamt zwölf Sars-CoV-2-Fälle bestätigt - ebenso viele waren es bereits am Dienstag gewesen. „Alle erkrankten Personen weisen aktuell milde Verläufe mit keinen oder leichten Symptomen auf“, teilte das Ministerium mit. (lhe)

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