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Coronavirus : British Airways setzt Flüge nach China aus

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Flugzeug von British Airways Bild: dpa

Das Coronavirus breitet sich aus und einzelne Unternehmen treffen Notmaßnahmen: British Airways fliegt nicht mehr nach China, Toyota stoppt dort seine Produktion und Starbucks hat in der Volksrepublik mehr als die Hälfte der Filialen geschlossen.

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          Die britische Fluggesellschaft British Airways setzt wegen der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus in China alle ihre Flüge in die Volksrepublik und von dort nach Großbritannien aus. Das gelte ab sofort, teilte die Fluggesellschaft am Mittwoch mit. Sie verwies auf die Reisehinweise des britischen Außenministeriums für China. British Airways fliegt normalerweise täglich von London Heathrow nach Peking und nach Shanghai.

          Deutschlands größte Fluggesellschaft, die Lufthansa, wartet noch ab. Ein Sprecher sagte, dass nach aktuellem Stand alle Flüge von und nach China stattfänden. Die Lufthansa und ihre Tochter-Airlines bieten 73 wöchentliche Verbindungen nach China an. Air France teilte mit, der Flugplan ändere sich vorerst nicht. Die französische Airline hatte ihre Flüge nach Wuhan, wo das Virus seinen Ursprung hat, allerdings bereits am vergangenen Freitag ausgesetzt.

          Weltweit liegt die offizielle Zahl der Erkrankungen an dem neuartigen Coronavirus inzwischen bei knapp 6000 und damit höher als während der Sars-Epidemie der Jahre 2002 und 2003. Die Zahl der Todesfälle stieg um weitere 26 auf 132, wie die chinesische Regierung am Mittwoch mitteilte.

          Die Lungenkrankheit schlägt sich auch im Geschäft von Starbucks nieder. Die Kaffeehauskette erklärte am Dienstag nach Börsenschluss in den Vereinigten Staaten, inzwischen seien mehr als die Hälfte der Filialen in China geschlossen. Öffnungszeiten würden angepasst. Dies werde sich spürbar auf das Ergebnis des zweiten Quartals auswirken. Eine aktualisierte Prognose für das Jahr 2020 werde zudem erst dann vorgelegt, wenn eine vernünftige Abschätzung der Folgen des Virusausbruchs möglich sei.

          Der japanische Autobauer Toyota hat wegen des Coronavirus seine Produktion in China zunächst einmal gestoppt. Aufgrund verschiedener Faktoren wie den Vorgaben der lokalen und regionalen Behörden sowie der Teileversorgungssituation habe Toyota entschieden, den Betrieb in seinen Fabriken in China bis zum 9. Februar einzustellen, wie ein Sprecher des Autoherstellers der Nachrichtenagentur Bloomberg am Mittwoch sagte. Das Unternehmen werde die Situation beobachten und entscheiden, wie ab dem 10. Februar dort weiter verfahren werde.

          Vor einer geschlossenen Starbucks-Filiale in Peking

          In Deutschland haben sich inzwischen vier Menschen mit dem neuen Coronavirus infiziert. Die drei am Abend bekanntgewordenen Fälle stünden in Zusammenhang mit dem ersten bestätigten Fall der neuen Lungenkrankheit, teilte ein Sprecher des bayerischen Gesundheitsministeriums in München mit. Auch die drei neuen Patienten sind nach Angaben des Ministeriums Mitarbeiter des Autozulieferers Webasto. Wegen der Infektionen schließt das Unternehmen seinen Stammsitz im oberbayerischen Stockdorf bis Sonntag.

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