https://www.faz.net/-guw-9y3vi

Do-it-Yourself-Hygienesprays : Mangelware Desinfektionsmittel

  • -Aktualisiert am

Füllstoff: Hersteller von Desinfektionsmitteln haben Hochkonjunktur. Bild: Daniel Pilar

Not mache erfinderisch, heißt es. Apotheken und Drogerien in Rhein-Main setzen daher auf Alternativen jenseits herkömmlicher Chemikalien.

          3 Min.

          So rar sind Desinfektionsmittel derzeit, dass hauptsächlich Gesundheitseinrichtungen damit versorgt werden. Deren Mitarbeiter berichten auf Twitter, dass ihre Vorräte gestohlen würden und Diebe auch vor offenen Flaschen aus Spendern an Eingängen und Toiletten nicht zurückschreckten. Im Handel sind Desinfektionsmittel praktisch nicht mehr verfügbar. Selbst Risikogruppen haben Schwierigkeiten, sich zu schützen, wenn die Bestände der Apotheken aufgebraucht sind. In den sozialen Medien kursieren daher mitunter ungewöhnliche Tipps.

          So führt die Suche nach Alternativen zum Beispiel in den Sex-Shop. Denn Reinigungs- und Desinfektionsmittel für Sexspielzeuge ähneln Drogerieprodukten weitgehend. Katharina Leiber vom Shop „Yes We Cum“ in Frankfurt berichtet von einem leichten Anstieg beim Verkauf der Produkte. Sie warnt jedoch, dass die Mittel für Sexspielzeuge zwar Bakterien und Pilze abtöten, nicht aber vor einem Virus schützen könnten.

          Testen Sie unsere Angebote.
          Jetzt weiterlesen

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          F.A.Z. PLUS:

            im F.A.Z. Digitalpaket

          : Aktion

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Corona-Krise : Warum die Zahlen in Spanien wieder ansteigen

          Nirgendwo in Westeuropa gibt es so viele Neuinfektionen wie in Spanien – und das, obwohl nahezu überall Maskenpflicht herrscht und die Behörden wieder Ausgangssperren verhängen. Nun warnt das Auswärtige Amt auch vor Reisen nach Madrid.

          Putins Corona-Politik : Der Impfstoff-Murks aus Moskau

          Putin hat mit der Zulassung des weltweit ersten Corona-Impfstoffs vielleicht seinen Sputnik-Moment, doch Sektkorken knallen keine. Das rücksichtslose politische Manöver kann der Impfstoffentwicklung weltweit schaden.
          Schlag auf Schlag: Nicht jeder, der im Büro sitzt, ist produktiv.

          Langeweile im Beruf : 120.000 Euro für zwei Mails am Tag

          Es ist ein großes Tabu des Büroalltags: Manche Angestellte haben kaum etwas zu tun. Selbst hochbezahlte Anwälte klagen über Langeweile. Wie kann das sein?