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Starker Anstieg : Die Corona-Zahlen steigen wieder auf über 2000 Neuinfektionen

Ein Plakat in Offenbach mahnt daran, die Abstandsregeln einzuhalten. Bild: dpa

In Deutschland stecken sich wieder mehr Menschen mit dem Coronavirus an. Die Schwelle von 2000 war zuletzt in der zweiten Augusthälfte überschritten worden. Der Bonner Virologie-Professor Streeck dämpft die Hoffnungen auf einen schnellen Impfstoff.

  • Aktualisiert am
          1 Min.

          Innerhalb eines Tages haben die Gesundheitsämter in Deutschland nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom frühen Donnerstagmorgen 2194 neue Corona-Infektionen und drei Todesfälle gemeldet. Seit Beginn der Corona-Krise haben sich demnach mindestens 265.857 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 9371. Bis Donnerstagmorgen hatten etwa 237.300 Menschen die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.

          Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen in Deutschland laut Lagebericht vom Mittwochabend bei 1,00 (Vortag: 1,04). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

          Zudem gibt das RKI in seinem aktuellen Lagebericht ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Der Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert bei 1,06 (Vortag: 1,00). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor acht bis 16 Tagen.

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          Der Bonner Virologie-Professor Hendrik Streeck hat im „Handelsblatt“ nun die Erwartungen an einen wirksamen Impfstoff gegen Corona gedämpft. Wann dieser marktreif sei, könne man „nicht vorhersagen“. „Schon die Debatten darum halte ich für teils recht unseriös“, wird er zitiert. „Während sich ein Wirkstoff schnell kreieren lässt, können wir nicht vorhersagen, ob er funktioniert oder nicht.“ Gerade die Phase der Tests sei „immer voller Überraschungen“. Streeck warnt der Zeitung zufolge zugleich vor „Alarmismus“ und „Stimmungsmache“ in Deutschland, zumal die Pandemie aktuell „vergleichbar gut zu managen“ sei. „Man muss nicht mehr das ganze Land lahmlegen.“

          Der Bonner Virologe Hendrik Streeck hält Debatten über den Zeitpunkt eines Corona-Impfstoffs für teilweise unseriös.
          Der Bonner Virologe Hendrik Streeck hält Debatten über den Zeitpunkt eines Corona-Impfstoffs für teilweise unseriös. : Bild: dpa

          Die Schwelle von 2000 täglich bekanntgewordenen Ansteckungen war zuletzt in Deutschland in der zweiten Augusthälfte überschritten worden. Der Höhepunkt bei den täglich gemeldeten Neuansteckungen hatte Ende März/Anfang April bei mehr als 6000 gelegen. Die Zahl war dann in der Tendenz gesunken, seit Ende Juli stieg sie wieder. Die Zahl der erkannten Neuinfektionen dürfte auch davon abhängig sein, wie viele Menschen getestet werden.

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