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13 weitere Corona-Opfer : Zahl der Neuinfektionen steigt abermals einstellig

Berichtet täglich neue Corona-Zahlen aus Hessen: Sozialminister Kai Klose (Die Grünen) Bild: AFP

269 bestätigte Corona-Neuinfektionen sind über Nacht in Hessen hinzugekommen. Der prozentuale Anstieg ist abermals moderat. 13 weitere Todesopfer sind zu beklagen. Klar ist auch: Auch über Ostern wird getestet.

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          Auch in Hessen nimmt die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Personen weiter zu. Allerdings steigt sie prozentual abermals moderat: Die 269 bestätigten Fälle, die das Sozialministerium gerade gemeldet hat, bedeuten einen Zuwachs von 5,5 Prozent binnen Tagesfrist. Insgesamt sind seit Anfang März in Hessen nunmehr 5114 Corona-Infektionen registriert worden.

          Thorsten Winter

          Wirtschaftsredakteur und Internetkoordinator in der Rhein-Main-Zeitung.

          Das Ministerium hat zudem vom Dienstag auf Mittwoch 13 neue Corona-Opfer verzeichnet. Tags zuvor hatte es in diesem Bundesland über Nacht mit 15 die bisher höchste Zahl an Todesopfern gegeben, die mit dem Coronavirus in Verbindung gebracht werden. Bisher sind 92 Menschen in Hessen offiziell an den Folgen einer solchen Infektion verstorben.

          Von Montag auf Dienstag waren 177 bestätigte Neuinfektionen hinzugekommen. Das war die niedrigste Zahl seit dem 21./22. März. Zudem hatte das Ministerium 15 weitere Todesfälle gemeldet. Das war die bisher höchste Zahl von einem Tag auf den anderen.

          Nur Darmstadt und vier Kreise ohne Corona-Opfer

          Derzeit hat nur noch vier Landkreise keinen Corona-Toten zu beklagen: Gießen, Hochtaunus, Limburg-Weilburg und Werra-Meißner. Hinzu kommt Darmstadt. Die meisten Todesfälle sind aus dem Odenwald (15), dem Schwalm-Eder-Kreis (13) und der Stadt Frankfurt (10) bekannt. Die Mainmetropole hat die mit Abstand meisten bestätigten Infektionen gemeldet, es sind mittlerweile 660 an der Zahl; 181 sind in den vergangenen sieben Tagen hinzu gekommen.

          Bei der sogenannten Inzidenz, der Zahl der bestätigten Fälle unter 100.000 Einwohnern der vergangenen sieben Tage, liegt Frankfurt mit einem Wert von 23,9 aber nur im Mittelfeld. Ganz hinten liegt der Kreis Marburg-Biedenkopf mit 9,3, vorne in der Statistik finden sich der Odenwald mit 60,9 und der Kreis Hersfeld-Rotenburg mit 59,6.

          Die bisher meisten neuen Corona-Fälle waren am 1. April gemeldet worden. Seinerzeit waren es rund 330. Seit diesem Tag nehmen die täglichen Zahlen ab. Auch der prozentuale Anstieg sinkt. War er anfangs noch deutlich zweistellig, so errechnet sich nunmehr lediglich eine einstellige Zunahme.

          Wichtig: In die seit Anfang März erhobene Statistik gehen nur noch Fälle ein, die die Gesundheitsämter auf dem gesetzlich vorgesehenen elektronischen Weg dem Land melden. Anfangs waren auch telefonische Angaben berücksichtigt worden. Dies wurde zugunsten von mehr Genauigkeit und Transparenz aufgegeben, zumal es zu Fehlmeldungen gekommen war. Grundsätzlich ist das Land darauf angewiesen, dass die Gesundheitsämter vorliegende Fälle umgehend melden.

          Das Sozialministerium bezieht sich auf Zahlen des Robert-Koch-Instituts und des Hessischen Landesprüfungs- und Untersuchungsamts im Gesundheitswesen beim Regierungspräsidium in Gießen. Das Landesamt verfügt stets über etwas neuere Zahlen als das RKI. Das neue Bulletin finden Sie hier.

          Corona-Tests auch über Ostern

          Auch an den bevorstehenden Feiertagen können Patienten auf das Coronavirus getestet werden. Einige der Testcenter werden an Karfreitag und Ostersonntag geöffnet haben, wie die Kassenärztliche Vereinigung Hessen (KV) am Mittwoch in Frankfurt mitteilte. Es sei wichtig, dass bei einer medizinischen Indikation auch über die Feiertage Abstriche genommen werden könnten, sagten die KV-Vorstandsvorsitzenden Frank Dastych und Eckhard Starke der Mitteilung zufolge.

          Das Vorgehen solle sich nicht ändern: „Aus unserer Sicht ist es alternativlos, dass Tests nur dann erfolgen, wenn eine medizinische Indikation gegeben ist.“ Das könne fundiert nur von den Mitarbeitern des ärztlichen Bereitschaftsdienstes (Nummer 116117) oder den Gesundheitsämtern beurteilt werden. „Wir müssen die Test-Kapazitäten derzeit und gerade an Ostern für die Fälle mit echtem Test-Bedarf reservieren - die Patientensteuerung bleibt also genauso wie an normalen Werktagen.“ (dpa)

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