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Corona-Krise : Unternehmen können Anträge auf Soforthilfe stellen

Corona-Krise: Am Boden liegt nicht nur die Luftfahrt derzeit. Bild: dpa

Kleine Betriebe mit wirtschaftlichen Schwierigkeiten wegen der Corona-Krise können von Montag an in Hessen Anträge auf staatliche Soforthilfe stellen.

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          Von Montag an können durch die Corona-Krise in Not geratene hessische Unternehmen einen Antrag auf Soforthilfe stellen. Wie das hessische Wirtschafts- und das Finanzministerium am Sonntag gemeinsam mitteilten, können Solo-Selbständige, Freiberufler, Künstler und Kleinunternehmer, die wegen der Corona-Pandemie wirtschaftliche Schwierigkeiten haben, nun beim Regierungspräsidium Kassel online Soforthilfe beantragen und sich so schnell Liquidität verschaffen.

          Daniel Schleidt

          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          „Dann können sie bald offene Rechnungen begleichen und anderen Forderungen nachkommen“, sagten Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir (Die Grünen) und der parteilose Finanzstaatssekretär Martin Worms am Sonntag. 
          Außer dem Antragsformular finden sich auf der Seite Richtlinien und Ausfüllhilfen. Für den Antrag benötige man etwa Informationen über die Engpässe, über die Zahl der Mitarbeiter und einen Auszug aus der Einkommensteuererklärung. „Wir rechnen mit einer hohen Anzahl an Antragstellern“, teilten die beiden mit. 

          Einmaliger Zuschuss

          Die schwarz-grüne Koalition rechnet damit, dass sich weit über 200.000 Betriebe melden. Die staatlichen Gelder seien nicht zweckgebunden, müssten aber mit der Corona-Krise zu tun haben und zum Vermeiden einer finanziellen Schieflage verwendet werden, hatte Al-Wazir erklärt.

          Konkret soll mit der Corona-Soforthilfe ein einmaliger, nicht rückzahlbarer Zuschuss gewährt werden. Dieser beträgt nach Angaben des Ministers (inklusive der Bundesförderung) für Betriebe mit bis zu fünf Beschäftigten maximal 10.000 Euro für drei Monate. Bei bis zu zehn Beschäftigten können maximal 20.000 Euro für drei Monate und bei bis zu 50 Beschäftigten maximal 30.000 Euro für drei Monate fließen.

          Anleitungen und Hinweise genau beachten

          Die Minister appellierten an alle, die Anleitung und Hinweise genau zu beachten. Damit die Serverkapazitäten nicht zusätzlich belastet werden, baten Al-Wazir und Worms außerdem darum, nicht aus reiner Neugier den Online-Antrag zu öffnen.

          Wirtschaftsminister Al-Wazir unterstrich: „Um die schnelle Unterstützung möglichst zeitnah zu erhalten, bringt es den Antragstellern einen echten Vorteil, wenn sie beim Antragsverfahren zusammen mit dem Antrag gleich die angegebenen Unterlagen hochladen. Dann kann der Antrag umgehend bearbeitet und der Zuschuss so schnell wie möglich ausgezahlt werden. Vorab einen formlosen Antrag einzureichen oder die Antragsformulare anderer Länder zu nutzen, beschleunigt das Antragsverfahren nicht - im Gegenteil, diese Anträge können nicht bearbeitet werden.“

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