https://www.faz.net/-guw-agml5

Doppelimpfung im Herbst : Spahn und RKI rufen zu Impfung gegen Grippe und Corona auf

  • Aktualisiert am

Präsident des Robert Koch-Instituts (RKI) Lothar Wieler und Bundesgesundheitsminister Jens Spahn bei einer Pressekonferenz. Bild: Reuters

Der Bund habe bereits 27 Millionen Grippe-Impfstoffdosen bestellt, welche schon im Oktober verfügbar sein sollen. Im Winter sei zudem mit einem Anstieg der Corona-Infektionszahlen zu rechnen.

          1 Min.

          Gesundheitsminister Jens Spahn und RKI-Präsident Lothar Wieler haben die Bürger zu einer Impfung sowohl gegen Corona als auch gegen die Grippe aufgerufen. „Doppelt Impfen-Gehen führt auch zu doppeltem Schutz“, sagte Spahn am Mittwoch in Berlin. Wenn man vermeiden wolle, dass es zu Überlastungen des Gesundheitssystems im Winter durch eine doppelte Infektionswelle komme, sollte man sich impfen lassen, sagten er und Wieler. Der Bund hat Spahn zufolge bereits 27 Millionen Grippe-Impfstoffdosen bestellt. Diese Dosen seien diesmal schon im Oktober und November verfügbar. In der vergangenen Grippe-Saison wurde nach Spahns Angaben 22 Millionen Menschen geimpft.

          Der Präsident des Robert-Koch-Instituts (RKI) sagte, dass im Winter mit einem Anstieg der Corona-Infektionszahlen zu rechnen sei. Es sei offensichtlich, dass davon vor allem die Ungeimpften betroffen seien. Spahn zeigte sich aber zuversichtlich hinsichtlich der Corona-Lage in Deutschland. Man sehe Inzidenzen in den verschiedenen Bereichen, „mit denen wir gut umgehen können“, sagte der CDU-Politiker. Dies liege auch an den Erfolgen bei den Corona-Impfungen. „Fast vier von fünf Erwachsenen sind geimpft“, sagt er. Der Leiter der Ständigen Impfkommission (Stiko), Thomas Mertens, kritisierte dagegen, dass die Impfquote in Deutschland noch nicht hoch genug sei. Die Stiko habe keine Bedenken gegen eine gleichzeitige Impfung gegen Corona und Grippe.

          In Deutschland meldete das RKI am Mittwoch eine Sieben-Tages-Inzidenz von 62,3. Diese Zahl gibt an, wie viele Menschen sich in einer Woche auf 100.000 Einwohner mit dem Corona-Virus angesteckt haben. Die Zahl der bekannten Corona-Infektionen stieg um 11.547 auf 4,27 Millionen. Die Zahl der Todesfälle legte demnach um 76 auf 93.959 zu.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          
              Will eine Impfpflicht einführen: Olaf Scholz kommt zum Bund-Länder-Treffen im Bundeskanzleramt an

          Corona-Politik : SPD und Union gehen getrennte Wege

          Noch regiert die große Koalition. Bei den Verhandlungen über neue Corona-Maßnahmen zeigen beide Partner den Willen zu einer allgemeinen Impfpflicht. Doch es wird auch klar, dass sie sich in Kürze trennen.
          Besonders schwere Fälle können nicht mehr verlegt werden, weil der Transport aufwändig ist.

          Patienten-Transporte : „Die Leute können nicht mehr“

          Erst half Deutschland seinen Nachbarländern – nun ist das Gegenteil der Fall: Corona-Patienten müssen ins Ausland verlegt werden. Nicht nur Bayern will auf internationale Hilfe setzen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.