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Coronavirus : 15 Bundesländer setzen Unterricht aus

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Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg schließen ebenfalls ihre Schulen und Kindertageseinrichtungen. In Rheinland-Pfalz gilt das ab Montag, in Baden Württemberg ab Dienstag. In beiden Fällen sollen die Einrichtungen nach dem Ende der Osterferien wieder öffnen, zumindest nach dem aktuellen Stand. In Rheinland-Pfalz wurde zudem der Start des Sommersemesters auf den 20. April verschoben. Auch in Thüringen bleiben zum Schutz gegen das neuartige Coronavirus von Dienstag an alle Schulen und Kitas geschlossen. Das teilte Thüringens Bildungsminister Helmut Holter (Linke) am Freitag mit. 

In Hessen gilt ab Montag keine Unterrichtsverpflichtung mehr. Die Schulen blieben aber geöffnet, sagte Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) am Freitag in Wiesbaden. Zunächst waren nur die Abiturienten von der Teilnahme am Unterricht befreit worden. Sachsen will am Montag ebenfalls zunächst die Schulpflicht aussetzen; Lehrer, Schüler und Eltern sollen auf diese Weise Zeit bekommen, sich auf Schulschließungen vorzubereiten. Den genauen Zeitpunkt will die Landesregierung kommende Woche festlegen.

Auch in Hamburg werden die Schulen am Montag vorerst geschlossen. Auch die Hochschulen werden pausieren. Außerdem wird der Regelbetrieb in den Kitas eingestellt. Das beschloss der Senat am Freitag auf einer Sondersitzung, über die Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) im Anschluss berichtete. Sachsen-Anhalt schließt ebenfalls von Montag an die Schulen Kitas im Land. Die Regelung gelte bis zum 13. April, teilte die Landesregierung am Freitag in Magdeburg mit. Die Stadt Halle an der Saale hatte sich bereits am Donnerstag zu diesem Schritt entschlossen.

Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) kündigte an, die Anordnung solle für Bayern vorläufig bis zum Ende der Osterferien am 20. April gelten; dann solle es in Abstimmung mit Bund und Ländern eine Bestandsaufnahme geben. Zwar seien die Schüler weniger gefährdet als ältere Personen, sie wirkten aber als „Drehscheibe“ in den Kontakten. Wie der bayerische Kultusminister Michael Piazolo mitteilte, soll für diejenigen Schüler der Klassen eins bis sechs eine Notfallbetreuung an den Schulen eingerichtet werden, von denen beide Elternteile, oder, im Fall von Alleinerziehenden, das eine Elternteil in „systemkritischen Berufen“ tätig sind. Das betrifft Kinder von Ärzten, Pflegepersonal oder auch von Polizisten. Ein entsprechendes Angebot solle auch in Kindertagesstätten aufrecht erhalten werden, für die ansonsten ebenfalls die Schließung angeordnet wurde.

Besuchsverbot in Pflegeeinrichtungen

Söder hob hervor, dass kein Schüler durch die nun getroffenen Maßnahmen Nachteile erleiden solle, etwa, was das Abitur betrifft. Unter den Kultusministern herrscht offenbar Einigkeit, dass die Reifeprüfungen gegenseitig anerkannt werden, auch wenn sie Corona-bedingt womöglich in modifizierter Form stattfinden müssen. Piazolo hob hervor, dass es sich bei den Schulschließungen nicht um Ferien handele. Den Schülern würden online Lernmaterialien zur Verfügung gestellt, für Lehrer gebe es weiter eine Dienstpflicht, der sie in der Schule oder auch von zuhause aus nachkommen könnten.

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