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Corona-Regeln der Bundesländer : Was ist jetzt eigentlich noch erlaubt?

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Sportbetriebe dürfen mit einer Sondergenehmigung der zuständigen Senatsverwaltung geöffnet haben, wenn es etwa für Leistungssportler um die Vorbereitung auf Olympische Spiele geht. Für Tod und Geburt gibt es Ausnahmen: In Einrichtungen der Sterbebegleitung gibt es keine Beschränkung von Besuchen, das gilt auch für Schwerstkranke und Sterbende. Gebärende dürfen sich von einer Person ihrer Wahl ins Krankenhaus begleiten lassen, Neugeborene und deren Mütter einmal am Tag für eine Stunde Besuch bekommen. (mwe.)

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Brandenburg

In Brandenburg dürfen Gaststätten ebenfalls von sechs bis 18 Uhr öffnen. Gottesdienste mit weniger als 50 Teilnehmern sind weiterhin erlaubt. Die Kirchen sind aber angehalten, die Regelungen für kleinere Veranstaltungen, also Anwesenheitsliste und Mindestabstand von 1,5 Metern einzuhalten. Wie in Berlin dürfen in Krankenhäusern Kinder unter 16 Jahren und Schwerkranke einmal am Tag für eine Stunde Besuch von einer Person empfangen, zudem ist für sie der Besuch von Seelsorgern gestattet. Spielplätze dürfen im Rahmen von Notfallbetrieben von Schulen, Horten und Kindergärten genutzt werden. (mwe.)

Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein

Die Länder im Norden Deutschlands haben in den vergangenen Tagen besonders schnell drastische Einschnitte verkündet – weil die Lage sich ebenso schnell verändert hat. So mussten Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein erleben, dass nach den Ankündigungen zu den Schließungen von Schulen und Kitas in Deutschland die Anzahl der Touristen an Ost- und Nordsee sprunghaft angestiegen ist. Die Krankenversorgung vor allem auf den Inseln ist aber für so viele Touristen nicht ausgelegt. Also beschlossen Kiel, Schwerin ebenso wie Hannover am Sonntag, die Inseln abzuriegeln.

Längst wurden noch weitere Einschnitte bekanntgegeben. In seiner Regierungserklärung am Mittwoch verwies Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) nicht nur darauf, dass Clubs, Bars, Diskotheken, Theater, Museen, Kinos, Schwimmbäder, Fitnessstudios, Jahrmärkte und alle anderen Freizeiteinrichtungen schon geschlossen sind, ebenso wie Restaurants und Einkaufszentren. Er verwies auch darauf, dass Touristen das Land verlassen müssen, von Campingplätzen bis hin zu Hotels wird nun alles geschlossen. Auch Besitzer einer Ferienwohnung dürfen nicht bleiben, sondern nur Menschen, die ihrem Erstwohnsitz im Land haben. „Reisen aus touristischem Anlass in unser Land sind ab heute untersagt“, sagte er. „Mit anderen Worten: Schleswig-Holstein wird vorübergehend zum Sperrgebiet für Urlauber.“

In Hamburg wird derweil ein größerer Anstieg der Infektionszahlen befürchtet, unter anderem auch wegen all der Hamburger, die aus dem Urlaub zurückgekommen sind. In den vergangenen zwei Wochen waren Schulferien in der Hansestadt, und die Skigebiete, zu denen viele nun zu Risikogebiete zählen, gehören zu beliebten Zielen. So hat Hamburg in den vergangenen Tagen das öffentliche Leben ebenso drastisch heruntergefahren, Spielplätze sind genauso gesperrt und leer, wie viele Geschäfte – auch wenn zum Beispiel Restaurants unter bestimmten Bedingungen (Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen den Tischen und ebenso zwischen den Gästen bei Stehplätzen und nur bis 18 Uhr geöffnet) noch öffnen dürfen.

Offen sind darüber hinaus – wie auch von der Bundeskanzlerin verkündet – unter anderem Lebensmittelgeschäft, Baumärkte, Friseure, Waschsalons, aber auch die Werkstätten von Fahrradläden als Dienstleistungsbetriebe.

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