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Corona-Regeln in Berlin : Lieber in den Club als zur Privatfeier?

  • -Aktualisiert am

Blieben in diesem Jahr oft leer: Clubs und Diskotheken in Berlin Bild: dpa

Von Donnerstag an erhöht Berlin die Obergrenze für Besucher öffentlicher Veranstaltungen – während auf Privatpartys bald weniger Menschen zusammenkommen dürfen. Der Kultursenator verweist auf unterschiedliche Infektionsrisiken.

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          Während in Berlin nach den neuen Corona-Bestimmungen von Samstag an private Feiern mit mehr als 50 Gästen verboten sind, steigt die Obergrenze für Besucher öffentlicher Veranstaltungen an diesem Donnerstag. Statt 1000 dürfen dann bis zu 5000 Personen unter freiem Himmel zusammenkommen, etwa für ein Open-Air-Konzert. In Innenräumen wie Theatern liegt die neue Obergrenze vom 1. Oktober an bei 1000 statt 750 Personen.

          Das passt, denn am Samstag findet in Berlin auf Initiative von Kultursenator Klaus Lederer (Linke) der „Tag der Clubkultur“ statt, an dem 40 Clubs und Kollektive mit je 10000 Euro für ihre besonderen kulturellen Verdienste ausgezeichnet werden. Die Preisträger präsentieren sich teils bis in die Nacht hinein mit Programmen von Tanzveranstaltungen über Lesungen bis hin zu Performances.

          Passt eine solche Initiative in die Zeit angesichts steigender Infektionszahlen, gerade in den Bezirken Berlins, in denen sich ein Großteil der Clubs befindet? „Der Versuch, die steigenden diffusen Ansteckungszahlen in unserer Stadt bestimmten Alterskohorten oder gesellschaftlichen Bereichen allein zuzuschieben, hilft uns nicht weiter“, sagt Lederer. Ihm sei von keinen Verstößen gegen die Corona-Regeln in Clubs bekannt. Diese Sichtweise lenke nur von den Maßnahmen ab, die jeder Einzelne ergreifen könne, um die Ausbreitung einzudämmen.

          Vor allem im privaten Bereich müssten sich die Leute mehr zusammenreißen, da dort das Infektionsrisiko viel höher sei als bei öffentlichen Veranstaltungen. Schließlich gebe es auf privaten Feiern keine Hygienekonzepte und Luftfilteranlagen. Möglicherweise könne man durch das Alternativangebot sogar einige private Feiern am Wochenende verhindern, mutmaßt Lutz Leichsenring von der Clubcommission, einem Interessenverband, der den Tag der Clubkultur mitorganisiert. „Was nicht funktioniert“, sagt Lederer, „ist, alles, was Spaß macht, zu verbieten.“

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