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Fragen der F.A.Z.-Leser : Sind Pakete gefährlich, überleben Viren im Bart, wieso 1,5 Meter Abstand?

Aufgeschoben ist nicht aufgehoben, das gilt auch für den Osterbrunch. Diese Hasen stehen in einem Kreisverkehr im österreichischen Deutschkreutz. Bild: dpa

Das Osteressen mit Familie und Freunden zuhause muss dieses Jahr verschoben werden. Das war eine der Antworten auf Fragen von F.A.Z.-Lesern zum Coronavirus. Wir haben sie gesammelt und geantwortet.

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          Ich würde gerne acht Gäste zu einem Osteressen in meine Wohnung einladen. Darf ich das?

          Lucia Schmidt

          Redakteurin im Ressort „Leben“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Laut den Maßnahmen der Bundesregierung zur Eindämmung des Coronavirus sind größere Ansammlungen von Menschen auch zu Hause nicht mehr erlaubt und werden mit Bußgeld geahndet. Die vier- oder fünfköpfige Familie darf aber draußen zusammen spazieren gehen, also darf sie natürlich auch in der Wohnung zusammen essen und Ostern feiern. Aber sie darf eben keine Menschen, die nicht im Haus oder der Wohnung leben, einladen. Das gilt auch für Familienmitglieder.

          Auf der Website der Bundesregierung heißt es unter dem Punkt „Regelungen und Einschränkungen“ zum Coronavirus: „Nicht erlaubt sind Gruppenfeiern auf öffentlichen Plätzen, in Wohnungen sowie privaten Einrichtungen. Ordnungsbehörden und Polizei überwachen die Einhaltung der Regeln. Wer gegen die Kontaktbeschränkungen verstößt, muss mit Sanktionen rechnen.“ Letztendlich maßgeblich sind allerdings die Allgemeinverfügungen oder Verordnungen innerhalb der einzelnen Bundesländer oder Kommunen, die in einzelnen Punkten lockerer oder auch strenger als die Empfehlungen der Bundesregierung ausfallen können.

          Tatsächlich hat die Polizei schon mehrmals Familienfeiern und Kindergeburtstage aufgelöst, selbst wenn dort nur wenige Kinder waren. Bundeskanzlerin Angela Merkel rief am Mittwoch ausdrücklich dazu auf, auch während der Ostertage auf private Reisen und Besuche selbst von Verwandten zu verzichten. „All das wird dieses Jahr nicht stattfinden können“, sagte sie. Das sind also eher düstere Aussichten für ein typisches Familienfest, wie es das Osterfest ist. Aber die Politiker appellieren an die Solidarität: Je mehr Menschen sich an die Regeln halten, umso größer sind die Chancen, dass wir das Ziel der Virus-Eindämmung bald erreichen und es wieder etwas mehr Normalität gibt. Ein Osterbrunch schmeckt ja auch im Mai noch.

          Ich bin 70 Jahre alt und habe Angst, mich mit dem Virus zu infizieren. Wenn ich ein Paket annehme, kann ich mich dann anstecken?

          Hier geht es um die Frage, wie lange sich das Virus auf Oberflächen hält. Wie bei so vielen Dingen rund um Sars-CoV-2 gilt auch hier: Hundertprozentig weiß man es nicht. Experten aus Amerika haben Daten veröffentlicht, die zeigen, dass das Virus auf Kunststoff und Edelstahl fast drei Tage überleben kann, auf Papier angeblich etwa einen Tag und in der Luft einige Stunden. Andere sagen, in der Luft bleibe es nur wenige Minuten, weil die Tropfen schnell zu Boden fielen. Das Robert-Koch-Institut schreibt zu Oberflächen: Eine Infektion durch kontaminierte Oberflächen ist prinzipiell nicht ausgeschlossen. Welche Rolle sie spielt, ist nicht bekannt.

          Für die spezielle Frage mit der Post heißt das: Es ist sehr unwahrscheinlich, dass ein Virus über einen Brief oder ein Paket übertragen wird. Während des Transports trocknet das Virus an der Luft und unter UV-Licht aus. Dass so viel Virusmenge auf dem Paket bleibt, wenn überhaupt welche drauf war, dass man sich darüber ansteckt, gilt als sehr unwahrscheinlich. Das sehen auch viele Virologen so. Man sollte sich nur in jedem Fall nach der Annahme des Pakets die Hände waschen.

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          Als viel gefährlicher schätzen die Experten das Zusammentreffen mit dem Paketboten ein. Aber auch hier gibt es Alternativen: Entweder man lässt seine Sachen an eine Paketstation schicken oder der Postbote legt sie einfach vor die Tür. Ohnehin hat die Deutsche Post offiziell verkündet, dass sie bei der Übergabe von Paketen auf eine Unterschrift verzichtet. So wird persönlicher Kontakt reduziert.

          Wir kaufen frisches Obst und Gemüse, das wir nach dem Einkauf abwaschen. Reicht das? Und was ist mit Gläsern und Konservendosen, muss ich die auch abwaschen oder sogar desinfizieren? Was mache ich mit einer Tüte Gummibären oder Kartoffelchips, die ich ja in der Hand habe und ab und zu dann auch in die Tüte greife?

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