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3883 Neuinfektionen : RKI sieht aktuell keinen Rückgang der Fallzahlen

  • Aktualisiert am

Unterricht mit Maske: Grundschülerinnen und Grundschüler haben in Schlewig-Holstein wieder Präsenzunterricht. Bild: dpa

Die Zahl der neuen Coronavirus-Fälle bleibt in Deutschland im Wochenvergleich nahezu unverändert. Auch die Sieben-Tage-Inzidenz stagniert.

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          Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert-Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 3883 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 415 weitere Todesfälle verzeichnet. Das geht aus Zahlen des RKI vom Dienstag hervor. Vor genau einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 3856 Neuinfektionen und 528 neue Todesfälle verzeichnet. Das RKI schreibt in seinem Situationsbericht von Montag: „Der Rückgang der täglichen Fallzahlen seit Mitte Januar 2021 setzt sich aktuell nicht fort.“

          Bundesweit gebe es demnach in verschiedenen Kreisen Ausbrüche, „die nach den an das RKI übermittelten Daten aktuell vor allem in Zusammenhang mit Alten- und Pflegeheimen, privaten Haushalten und dem beruflichen Umfeld stehen“, heißt es.

          Die Daten geben den Stand des RKI-Dashboards von 03.11 Uhr wieder, nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen sind möglich.

          Sieben-Tage-Inzidenz sinkt leicht

          Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut RKI am Dienstagmorgen bundesweit bei 60,5 – und damit etwas niedriger als am Vortag (61,0). Vor vier Wochen, am 26. Januar, hatte die Inzidenz noch bei 107,6 gelegen. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden.

          Der Höchststand von 1244 neu gemeldeten Todesfällen war am 14. Januar erreicht worden. Bei den binnen 24 Stunden registrierten Neuinfektionen war mit 33.777 am 18. Dezember der höchste Wert erreicht worden – er enthielt jedoch 3500 Nachmeldungen.

          Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 2.394.811 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 23.02., 03.11 Uhr). Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 2.207.700 an. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 68 318.

          Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Montagabend bei 1,05 (Vortag 1,10). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 105 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

          Am Dienstag beginnt eine Arbeitsgruppe unter der Leitung von Kanzleramtsminister Helge Braun damit, über mögliche Öffnungsschritte zu beraten – nachdem Kanzlerin Merkel schrittweise Lockerungen der geltenden Corona-Beschränkungen auf drei Feldern prüfen lassen und sie an die Anwendung von Soforttests knüpfen will. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat sich derweil dafür ausgesprochen, dass Geimpfte und Getestete in Zukunft mehr Freiheiten und „automatisch mehr Möglichkeiten erhalten, sich zu bewegen“. Stiko-Vorsitzender Thomas Mertens erwartet den Einsatz von Impfnachweisen – wie es etwa in Israel gehandhabt wird.

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