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Zweite Absage in Folge droht : Münchens OB Reiter sieht kaum noch Chancen für Oktoberfest 2021

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Auch in diesem Jahr ist mit Festzelten auf der Theresienwiese eher nicht zu rechnen. Bild: dpa

Nach der Absage im vergangenen Jahr sind auch 2021 die Aussichten für das Volksfest schlecht: „Die Hoffnung wird von Woche zu Woche schwächer“, so Münchens Oberbürgermeister. Die Wirte würde eine Absage viel Geld kosten.

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          Die Absage des Münchner Oktoberfestes auch in diesem Jahr wird immer wahrscheinlicher. Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) hat sich abermals sehr skeptisch dazu geäußert, dass die Wiesn stattfinden kann. Er sagte der „Bild“-Zeitung (Dienstag), dass er eigentlich im vorigen Jahr fest davon ausgegangen sei, dass es 2021 das Oktoberfest wieder geben wird. „Die Hoffnung wird von Woche zu Woche schwächer, wenn man ehrlich ist“, schränkte Reiter jetzt ein.

          2020 war das Oktoberfest wegen der Corona-Krise abgesagt worden. „Stand heute könnte es nach den geltenden Regelungen nicht stattfinden“, stellte der OB nun fest. Man könne nicht sagen, dass die Pandemie in irgendeiner Art am Abklingen sei. „Und deswegen kann man sich derzeit nur schwer vorstellen, dass es der Welt größtes Volksfest geben kann.“

          Bereits vor wenigen Wochen hatte sich Reiter zurückhaltend zu den Chancen einer Wiesn in diesem Jahr geäußert. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) zeigte sich ebenfalls skeptisch. Reiter sagte nun der Zeitung, dass er die mögliche Absage im Mai mit Söder klären wolle. Es würde Sinn machen, Entscheidungen für alle großen Volksfeste in Bayern zu treffen. „Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass solche Feste aus infektiologischen Gründen nicht zu verantworten sind.“

          Wirte gegen abgespeckte Fest-Version

          Den Wirten zufolge ist Anfang Juni der späteste Zeitpunkt für eine Absage oder Zusage zum Oktoberfest. Dann müssten laut dem Sprecher der Wiesnwirte, Peter Inselkammer, die Aufbaufirmen beauftragt werden.

          Inselkammer selbst hatte die Chancen für das Fest Anfang April noch auf „fifty-fitfy“ geschätzt. Die bisherige Resonanz beschrieb er als „positiv“: „Die Leute wollen kommen.“ Rund 95 Prozent der Stammgäste hatten sich demnach bereits ihre Plätze gesichert. Bei den Hotelbuchungen gab es dagegen merkliche Zurückhaltung. .

          Die Wirte würde eine abermalige Absage viel Geld kosten. Allein Inselkammer veranschlagte die laufenden Kosten ohne Wiesn auf 400.000 Euro. Der Wirtschaftswert des weltweit größten Volksfestes liegt bei 1,2 bis 1,3 Milliarden Euro. Dennoch hatte der Wirtesprecher sich Anfang April bereits gegen eine abgespeckte Version des Festes ausgesprochen: „Mit Masken, begrenzten Plätzen und Abstand im Zelt: Das ist wirtschaftlich sinnlos – und das ist auch keine Wiesn, wie wir sie lieben und wollen. Das macht keinen Spaß.“

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