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Quarantäne-Maßnahmen in Israel : Schon 12.000 Hausbesuche wegen Regelverstößen

Hausbesuch bei Regelverstoß: In Israel gelten inzwischen strenge Quarantäne-Bestimmungen. Bild: Quique Kierszenbaum

Infizierte und Personen in Quarantäne werden in Israel streng überwacht – und von Beamten durch Hausbesuche kontrolliert, wenn sie sich nicht an die Regeln halten. Vor allem Ultraorthodoxe widersetzen sich.

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          Der Frühling ist da, die Sonne scheint mild auf den Stadtteil Afeka im Norden von Tel Aviv, aber die Bürgersteige sind nahezu menschenleer. Die Polizisten und die Leute vom Gesundheitsamt parken ihre Fahrzeuge direkt vor dem Haus, ein Beamter in Zivil verteilt eingeschweißte Ganzkörperanzüge. Sie zwängen sich in die weißen Overalls und setzen Masken auf, bevor es hinauf in die Wohnung des mutmaßlich Infizierten geht.

          Jochen Stahnke

          Politischer Korrespondent für Israel, die Palästinensergebiete und Jordanien mit Sitz in Tel Aviv.

          „Das ist doch hier eine illegale Versammlung von mehr als zehn Personen“, scherzt ein Israeli, der sich mit seinem Liegefahrrad an den Polizisten vorbeischlängelt. Den Humor haben die meisten Israelis noch nicht verloren. Allerdings war bis zu dem Tag auch Sport in Einzeldisziplinen noch nicht verboten. Das hat sich seit Mittwochabend verändert: Nur noch 100 Meter ums eigene Haus herum darf man jetzt noch draußen gehen. „Wir wollen nicht Italien oder Spanien werden“, sagt Ronny Berkowitz vom Gesundheitsministerium. Mehr als 12.000 Hausbesuche haben die Behörden bereits bei Infizierten und Personen in Quarantäne absolviert, rund 120 Menschen festgenommen, die gegen die Auflagen verstoßen haben.

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