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Ankündigung von Maas : 50 Millionen Euro für Heimholung von Deutschen

Heiko Maas am Dienstag in Berlin Bild: EPA

Für Tausende Deutsche soll es eine „Luftbrücke“ zurück in die Heimat geben. Das sei eine Aufgabe für die nächsten Monate, sagt Außenminister Maas. Von touristischen Reisen rät er komplett ab.

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          Außenminister Heiko Maas will bis zu 50 Millionen Euro aufwenden, um im Ausland festsitzende Deutsche nach Hause zu holen. Maas kündigte am Dienstag in Berlin außerdem an, das Auswärtige Amt rate ab sofort grundsätzlich von touristischen Reisen ins Ausland ab. Damit verstärkte er die weltweite Reisewarnung des Amtes, die schon seit Sonntag galt und die feststellte, es sollten „nicht notwendige Reisen“ unterbleiben. Die Rückholaktion des Amtes gilt vor allem deutschen Touristen, die an Ferienzielen festsitzen, weil dort entweder Flughäfen geschlossen wurden oder Fluglinien ihren Betrieb einstellten. Maas nannte die Länder Marokko, die Dominikanische Republik, Ägypten, die Malediven und die Philippinen.

          Johannes Leithäuser
          Politischer Korrespondent in Berlin.

          Alle Deutschen, die derzeit im Ausland unterwegs sind, sollten sich zunächst über die Lage in der jeweiligen Region informieren: das Auswärtige Amt aktualisiert zu diesem Zweck seine Hinweise ständig. Falls Fluglinien und Reiseunternehmen eine Rückkehr nicht möglich machen können, werden sich voraussichtlich die Bemühungen des Auswärtigen Amtes zunächst darauf konzentrieren, diese Gestrandeten durch Charterflüge heimzuholen. Ein Einsatz der Flugbereitschaft der Bundeswehr käme wohl als letztes Mittel in Frage.

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          In den allgemeinen Reisewarnungen des Auswärtigen Amtes heißt es als Begründung für den Ratschlag, touristische Reisen sollten unterbleiben, das Risiko, dass die Rückreise „aufgrund der zunehmenden Einschränkungen nicht mehr angetreten“ werden könne, sei „derzeit hoch“. Die Sprecherin des Auswärtigen Amtes sagte schon am Montag, es gebe zwar noch keine Gesamtzahl, wie viele Deutsche sich gegenwärtig im Ausland aufhielten und ihre Rückkehr nach Deutschland planten, doch seien sicher „Tausende“ betroffen. Da immer mehr Staaten Grenzschließungen verfügten, gelte der „dringende Appell“, Reisen gar nicht erst anzutreten.

          Das Außenministerium rechnet längerfristig offenkundig nicht nur mit dem dringenden Rückkehrwunsch vieler Touristen, sondern auch mit der Absicht von Geschäftsreisenden, von im Ausland berufstätigen oder familiär gebundenen Deutschen, in nächster Zeit die Heimreise anzutreten. Ihnen Wege zu ebnen, nach Deutschland zurückkehren zu können, sei eine Aufgabe der nächsten Monate, hieß es. Allen Reisenden, die dennoch ins Ausland aufbrechen wollen, rät das Auswärtige Amt, sich zuvor bei der Botschaft ihres Ziellandes über bestehende Einreisesperren, Sonderkontrollen, Quarantänebestimmungen und andere Reisebeschränkungen zu informieren.

          Außerdem sollen sich deutsche Reisende, die schon im Ausland sind oder die ihre Reisepläne nicht aufgeben wollen, in die Krisenvorsorgeliste des Auswärtigen Amtes eintragen. Diese elektronische Liste auf der Webseite des Auswärtigen Amtes bietet die Gewähr, alle Registrierten rasch über Krisen-Entwicklungen an ihren Reiseorten zu informieren und Kontakte zu den deutschen Botschaften und Konsulaten im jeweiligen Reiseland sicherzustellen.

          Schließlich dämpft das Auswärtige Amt in seinen Hinweisen  die Hoffnung, in jedem Fall Deutsche aus dem Ausland zurückholen zu können; es warnt: „Rechnen Sie bei angeordneten Quarantänemaßnahmen nicht mit einer Rückholung durch Ihren Reiseveranstalter oder die Bundesregierung, sondern befolgen Sie die Anordnungen lokaler Gesundheitsbehörden“.

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