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Corona-Lockerungen : In welchem Bundesland ist was erlaubt?

  • Aktualisiert am

Im Kadewe darf nach einem Gerichtsurteil wieder eingekauft werden. Bild: dpa

Bei den Lockerungen der Corona-Maßnahmen setzen die Länder vermehrt eigene Akzente. Was ist wo erlaubt? Ein Überblick.

          9 Min.

          Wie und wann soll Deutschland sich wieder öffnen? Während Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) auf ein „bundestreues“ Verhalten setzt, preschen Länder wie Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern vor, in Bayern präsentiert Ministerpräsident Markus Söder (CSU) einen Öffnungsplan. Was ist wo erlaubt?

          Baden-Württemberg

          Am Mittwoch werden in Baden-Württemberg die Absperrbänder von den Rutschen und Schaukeln entfernt. Auch Museen, Freilichtmuseen, Ausstellungshäuser, Gedenkstätten, Zoos, Tierparks und botanische Gärten können dann wieder besucht werden.

          Seit Montag sind neben Gottesdiensten auch Demonstrationen wieder erlaubt, selbstverständlich nur bei Einhaltung der Hygienemaßnahmen. Der Einzelhandel konnte wieder vollumfänglich öffnen, auch Friseure und Fußpfleger können ihre Dienste wieder anbieten. In Einrichtungen für die außerschulische berufliche Bildung kann der Unterricht wieder stattfinden. Ab nächster Woche soll „kontaktloser Outdoor-Sport“ wie Tennis und Golf wieder möglich sein.

          Zudem wurde die Ausgangssperre für Heimbewohner aufgehoben. Allerdings gelten weiterhin Einschränkungen: So muss, wer die Einrichtung verlässt, in den folgenden 14 Tagen in den Gemeinschaftsräumen eine Maske tragen.

          Bayern

          Etwas langsamer folgt das am schwersten von der Epidemie betroffene Bayern. Am Dienstag hat Ministerpräsident Markus Söder (CSU) den weiteren Fahrplan bekannt gegeben, der dafür bereits die Öffnung von Hotels und der Gastronomie im Blick hat: Außenbereiche von Gaststätten dürfen am 18. Mai wieder Gäste bewirten, Speiselokale im Innenbereich am 25. Mai, Hotels am 30. Mai. Der Einzelhandel darf ab kommenden Montag wieder alle Geschäfte unabhängig der Größe aufsperren.

          Ebenfalls in kleinen Schritten geht es an der Schulen weiter: Am 11. Mai wieder der Unterricht für die Jahrgänge wieder aufgenommen, die im kommenden Jahr ihren Abschluss machen, sowie mit den Viertklässlern der Grundschulen. Am 18. Mai sollen die 1. Klassen folgen, die 5. Klassen der Mittelschulen sowie die 5. und 6. Klassen der Realschulen und Gymnasien. Alle weiteren kommen erst nach den Pfingstferien.

          Die strenge Ausgangsbeschränkung endet am Dienstag, Menschenansammlungen und die bekannten Kontaktbeschränkungen bleiben jedoch bestehen.

          Berlin

          Auch in Berlin gilt weiterhin: Getroffen werden darf sich draußen nur mit einer haushaltsfremden Person oder der Familie. Allerdings sind Berliner Spielplätze und Zoos bereits seit vergangener Woche wieder geöffnet, am Montag durften Museen, Gedenkstätten und Galerien nachziehen. Auch Friseure dürfen wieder öffnen, ebenso größere Geschäfte.

          Im Historischen Museum Frankfurt müssen die Besucher Abstand halten.

          Brandenburg

          Die Brandenburger müssen sich noch gedulden: Einen Öffnungstermin für Geschäfte mit mehr als 800 Quadratmetern gibt es noch nicht. Einkaufszentren dürfen aber öffnen, auch der Besuch im Baumarkt ist möglich, diese wurden nämlich gar nicht erst geschlossen. Friseure dürfen seit Montag wieder Haare schneiden, andere körpernahe Handwerks- und Dienstleistungen wie Fußpflege und Tätowierer sind weiterhin geschlossen.

          Kultureinrichtungen wie Museen und Zoos haben in Brandenburg schon länger wieder geöffnet, außerdem sind dort das Golf- und Tennisspielen erlaubt.

          Über die Öffnung von Spielplätzen soll wohl am Mittwoch beraten werden; ebenso über Kitas. Gottesdienste sind seit Montag mit Beschränkungen wieder erlaubt, Versammlungen sind unter freiem Himmel mit bis zu 50 Personen und Abstand möglich. Es bleibt jedoch bei den grundsätzlichen Kontaktbeschränkungen.

          Bremen

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