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Corona-Krise : Kann ich meinen Eltern das Einkaufen verbieten?

Elisabeth Kals ist Sozialpsychologin an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt Bild: dpa

Viele Kinder sorgen sich in der Corona-Krise um das Wohl ihrer Eltern. Doch wie geht man als Familie mit der Situation um? Ein Sozialpsychologin erklärt es.

          3 Min.

          Die Corona-Krise sorgt dafür, dass viele Kinder sich Sorgen um ihre Eltern und Großeltern machen. Selbst in den Familien, in denen die älteren Generationen eigentlich noch fit sind und in denen man bis vor einigen Wochen nicht gedacht hätte, dass man sich nun solche Gedanken um deren Wohlbefinden macht, herrschen viele Fragen vor. Unter anderem: Was ist nun zu tun und wie gehen wir als Familie mit dieser Situation um? Wir haben mit einer Sozialpsychologin darüber gesprochen.

          Lucia Schmidt

          Redakteurin im Ressort „Leben“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Frau Professorin Kals, plötzlich machen sich sehr viele Menschen Gedanken um ihre älteren Eltern, selbst wenn diese eigentlich gesund sind, wie geht man mit dieser Angst um?
          Angst um das Wohlergehen und die Gesundheit seiner eigenen Eltern zu haben, ist zunächst einmal ein positives Zeichen – vorausgesetzt, es geht nicht um pathologische Ängste, sondern um jene Ängste und Sorgen, die sehr viele von uns aufgrund der aktuellen Krisensituation teilen und erleben. Diese Ängste haben eine Signalwirkung und können, wenn wir ihren eigentlichen Ursprung erkennen, sogar Fürsorge und Verbundenheit mit den eigenen Eltern stärken.  

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