https://www.faz.net/-guw-9xxbu

Hilfe für Kultur in Not : Frankfurt richtet Hilfsfonds für Künstler ein

  • Aktualisiert am

Wahre Worte: Ein buntes Schild auf dem Gebäude vom Mousonturm in Frankfurt. Bild: Carlos Bafile

Die Frankfurter Kulturdezernentin Ina Hartwig schichtet ihren Etat um und richtet einen ergänzenden Notfallfonds ein. Er soll denen helfen, die durch die Raster fallen.

          1 Min.

          Das Kulturdezernat der Stadt Frankfurt am Main richtet einen zusätzlichen Notfallfonds für Künstler in besonderen Härte- und Notsituationen ein. Er ist mit zunächst 200.000 Euro ausgestattet. „Durch kurzfristige Umschichtungen in meinem Etat“, so Kulturdezernentin Ina Hartwig (SPD) solle vor allem denjenigen geholfen werden, „die bei den Maßnahmen von Bund und Land durchs Raster fallen.“ Der Fonds solle schnell und unbürokratisch helfen.

          Voraussetzungen sind, dass eine existentielle finanzielle Notlage aufgrund der Corona-Pandemie vorliegt und die Fördermaßnahmen von Bund und Land oder weiterer Dritter nicht in Anspruch genommen werden können oder nicht hinreichend zur Existenzsicherung sind. Über die Höhe der Förderung wird einzelfallbezogen entschieden. Sie kann zwischen 500 und höchstens 5000 Euro gestaffelt sein und wird zunächst als rückzahlbare Zuwendung gewährt. In Einzelfällen könne daraus eine nicht rückzahlpflichtige Zuwendung werden. „Die Kultur unserer Stadt ist in Gefahr und wir müssen alle gemeinsam dafür sorgen, dass unsere Kulturschaffenden diese Ausnahmesituation überstehen und wir die kulturelle Vielfalt in Frankfurt erhalten“, so Hartwig. Die Internetseite www.kultur-frankfurt.de informiert über aktuelle Hilfsmaßnahmen, dort sind auch Formulare zum Download bereitgestellt. Die ausgefüllten Anträge können per E-Mail oder Brief an das Kulturamt der Stadt gerichtet werden.

          Schon in der vergangenen Woche war den freischaffenden Künstlern zugesichert worden, Förderzusagen, auch an die Freie Szene,sollen eingehalten werden, auch wenn Projekte ausfallen oder verschoben werden. Außerdem will die Stadt zum Beispiel an fest geförderte Häuser und Gruppen Teilbeträge früher auszahlen, damit laufende Kosten gedeckt sind. Die Interessenvertreter der freischaffenden Künstler hatten schon damals angemahnt, so werde das Problem lediglich verschoben: Wenn Fördermittel jetzt zum Sichern eingesetzt würden, fehle nach wie vor das Geld, um Kunst zu schaffen, sobald es dazu wieder die Möglichkeit gebe.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Dank eines Modellprojektes darf dieser Club im baden-württembergischen Ravensburg öffnen.

          Corona in Deutschland : Mit Feierfreude in die vierte Welle

          Die Corona-Zahlen in Deutschland steigen. Das liegt an mangelnder Impfbereitschaft. Auch größere Sorglosigkeit der Menschen spielt ein Rolle. Das RKI sieht eine vierte Welle heranrollen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.