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Katholische Kirche : Gottesdienste dürfen im Internet übertragen werden

  • Aktualisiert am

In Mailand bereits Praxis: Eine Sonntagsmesse wird aufgrund der Coronavirus-Pandemie online gestreamt. Bild: dpa

Die katholische Kirche hat mit Gema und VG Musikedition die rechtlichen Fragen geklärt, wie Gottesdienste und liturgische Feiern im Internet übertragen werden können.

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          In der Corona-Krise hat die katholische Kirche mit den zuständigen Verwertungsgesellschaften eine Einigung für die Übertragung von Gottesdiensten und anderen liturgischen Feiern über das Internet erzielt. Der Verband der Diözesen Deutschlands (VDD) habe das Gespräch mit Gema und VG Musikedition gesucht, um rechtliche Fragen zu bestehenden Gesamtverträgen zu klären, wie die Deutsche Bischofskonferenz in Bonn mitteilte. Man habe sich geeinigt, „ohne dass es für eine Vielzahl der unterschiedlichen Übertragungswege über das Internet einer Genehmigung bedarf“.

          Ein Pauschalvertrag mit der Gema, der die Nutzung von urheberrechtlich geschützten Musikwerken in Gottesdiensten und anderen liturgischen Feiern abdeckt, erfasst den Angaben zufolge das Live-Streamen über das Internet, beispielsweise über die Internetseiten der Pfarreien oder über die Portale Facebook und Skype. Nach Auskunft der Gema seien auch Gottesdienste auf Youtube oder anderen Social-Media-Plattformen abgegolten.

          Mit der VG Musikedition sei vereinbart worden, dass bis Ende September ein Pauschalvertrag zwischen der VG Musikedition und dem VDD so erweitert werde, dass Lieder und Liedtexte im Zusammenhang mit der Übertragung von Gottesdiensten über das Internet den Gläubigen zur Verfügung gestellt werden könnten. Das schließe auch die zeitversetzte Übertragung von bis zu maximal 72 Stunden ein. Wenn diese Bedingungen eingehalten werden, entstehen den Angaben zufolge für die (Erz-)Bistümer keine Kosten.

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