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Corona-Krise : „Neue Beziehungen werden Pandemie überdauern“

Jüngere Nachbarn unterstützen die Älteren beim Einkaufen. Bild: dpa

In der Krise ist die hilfsbereite Nachbarschaft wieder da. Der Sozialpsychologe Ulrich Wagner über Solidarität, Kontrolle und virtuelles Zusammenrücken zwischen Homeoffice und Quarantäne.

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          Im Moment sehen wir überall Aushänge in Treppenhäusern: Jüngere bieten ihren älteren Nachbarn an, bei Einkäufen zu helfen oder Familien bei der Kinderbetreuung zu unterstützen. Was war Ihre erste Reaktion auf diese neue Solidarität in der Nachbarschaft?

          Diese Unterstützungsangebote sind einerseits pragmatisch und wichtig. Leute, die nicht nach draußen können, die vielleicht sogar in Quarantäne sind und ihre Wohnung gar nicht mehr verlassen dürfen, sind natürlich ganz praktisch auf die Hilfe von Nachbarn angewiesen. Aber es ist eben auch mehr: Es ist eine Form von sozialer Unterstützung, die insgesamt hilft, die Stimmung nicht abstürzen zu lassen. Ich halte das für dringend erforderlich, weil wir sonst in eine Gesellschaft hineinschlittern, die zunehmend verängstigt ist und den Eindruck hat, die Kontrolle zu verlieren.

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