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Corona in Deutschland : Sieben-Tage-Inzidenz sinkt – Infektionsdruck bleibt hoch

  • Aktualisiert am

Eine Apotheke in der Fußgängerzone der Münchner Innenstadt bietet kostenlose Coronatests, kostenpflichtige PCR-Tests, Impfzertifikate und „Impfen ToGo“ an. Bild: dpa

Das Robert-Koch-Institut meldet 48.910 Neuinfektionen. Weitere 151 Menschen starben im Zusammenhang mit dem Virus. Im RKI-Wochenbericht steht noch keine Entwarnung geschrieben.

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          Das Robert-Koch-Institut hat die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz am Freitagmorgen mit 361,8 angegeben. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 04.55 Uhr wiedergeben. Am Vortag hatte der Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche bei 383,2 gelegen (Vorwoche: 485,7; Vormonat: 688,3). Allerdings liefert die Inzidenz kein vollständiges Bild der Infektionslage.

          Experten gehen seit einiger Zeit von einer hohen Zahl nicht vom RKI erfasster Fälle aus – wegen überlasteter Gesundheitsämter und weil nicht alle Infizierte einen PCR-Test machen lassen. Nur diese zählen in der Statistik. Zudem können Nachmeldungen oder Übermittlungsprobleme zu einer Verzerrung einzelner Tageswerte führen.

          Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI zuletzt 48.910 Corona-Neuinfektionen (Vorwoche: 68.999 registrierte Ansteckungen) und 151 Todesfälle (Vorwoche: 164) innerhalb eines Tages. Vergleiche der Daten sind auch hier wegen des Testverhaltens, Nachmeldungen oder Übermittlungsproblemen nur eingeschränkt möglich. Generell schwankt die Zahl der registrierten Neuinfektionen und Todesfälle deutlich von Wochentag zu Wochentag, da insbesondere am Wochenende immer mehr Bundesländer nicht ans RKI übermitteln und ihre Fälle im Wochenverlauf nachmelden.

          Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 25.998.085 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

          RKI: Infektionsdruck bleibt hoch

          Im neuen Wochenbericht des RKI von Donnerstag schreibt die Behörde: „Der Gipfel der aktuellen Welle ist seit einigen Wochen deutlich überschritten, viele Hospitalisierungsindikatoren und auch die Zahl der Todesfälle nehmen weiter ab.“ Der sogenannte Infektionsdruck bleibe mit etwa 400.000 Fällen in der vergangenen Woche jedoch hoch.

          Die Sieben-Tage-Inzidenz sank demnach in allen Altersgruppen, am stärksten ist der Rückgang bei den bis zu 4-Jährigen sowie bei den 85-89-Jährigen mit je 20 Prozent zu beobachten. Omikron sei in Deutschland mit 99 Prozent die dominierende Variante, heißt es in dem Bericht.

          Die Impfquote bleibe seit Wochen fast unverändert, schreibt das RKI. Dennoch: „Der geringere Anteil schwerer Erkrankungen und die niedrigere Zahl der mit COVID-19 assoziierten Todesfälle während der Omikron-Welle sind zurückzuführen auf die zunehmende Grundimmunität in der Bevölkerung, insbesondere aufgrund der sehr gut wirksamen Impfung, in Kombination mit einem grundsätzlich geringeren Anteil schwerer Erkrankungen bei Infektionen, die durch die Omikron-Variante hervorgerufen werden.“

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