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RKI-Wochenbericht : Steigende Corona-Inzidenz, aber noch keine „Winterwelle“

  • Aktualisiert am

Noch gilt vielerorts die Maskenpflicht: Ein Mann wartet auf einen Bus am Stuttgarter Hauptbahnhof. (Symbolbild) Bild: dpa

Im Vergleich zur Vorwoche habe die Sieben-Tage-Inzidenz um acht Prozent zugenommen. Bei den Krankenhausbehandlungen stabilisierten sich die Zahlen laut RKI. Karl Lauterbach spricht indes von einem „letzten großen Gefecht“.

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          Atemwegserkrankungen sind zwar sehr stark verbreitet – ein Beginn der befürchteten Corona-Winterwelle ist in Daten des Robert-Koch-Instituts (RKI) aber bisher nicht sicher ablesbar. Das RKI schreibt in seinem Covid-19-Bericht von Donnerstagabend zwar von einer Zunahme der bundesweiten Sieben-Tage-Inzidenz in der vergangenen Woche im Vergleich zur Vorwoche um acht Prozent. Ob es sich dabei um einen Trend handelt, könne aber noch nicht abschließend bestätigt werden. Zuletzt lagen die Werte längere Zeit auf ähnlichem Niveau.

          Das RKI blickt im Bericht auf mehrere Faktoren, da die Inzidenz allein das Geschehen nur unvollständig widerspiegelt. Bei der Zahl der Krankenhausbehandlungen zu Covid-19 sprechen die Autoren von einer Stabilisierung der Fallzahlen im Wochenvergleich; bei der Zahl der Intensivpatienten mit Corona-Nachweis habe es jedoch eine Zunahme um zehn Prozent auf knapp 1000 gegeben.

          Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) blickt indes zuversichtlich auf die Pandemieentwicklung der nächsten Monate: „Der kommende Winter ist hoffentlich das letzte große Gefecht mit dem Coronavirus", sagte der Politiker dem „Süddeutsche Zeitung Magazin" vom Freitag.

          Das Virus habe sich „in eine Sackgasse hinein mutiert", sagte der Minister. Seiner vorsichtigen Linie bleibt Lauterbach aber treu, Entwarnung will er nicht geben: „Für Leichtsinn fehlt der Anlass. Für weitere Lockerungen ist es zu früh.“

          Auch Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) sieht Deutschland momentan in einer „viel entspannteren Situation als vorher". Das sagte Scholz nach der Bund-Länder-Konferenz am Donnerstagabend in Berlin. Zwar sei die Corona-Pandemie immer noch vorhanden. Auch mit anderen Atemwegerkrankungen gebe es derzeit große Probleme. Anders als in den Vorjahren gebe es in Deutschland nun aber eine „sehr umfassend geimpfte Bevölkerung“, sagte der Kanzler. Daher könne das Land „sehr gut“ in diesen Winter hineingehen. Konkrete Beschlüsse zur Pandemie-Politik fasste die Bund-Länder-Spitzenrunde diesmal nicht.

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