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„Wir brauchen Entlastung“ : New Yorks Gouverneur ruft um Hilfe

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New Yorks Gouverneur Andrew Cuomo hat sich in einem dramatischen Appell an die Ärzte und Pflegekräfte seines Landes gewandt. Bild: Reuters

Gouverneur Andrew Cuomo bittet Ärzte und Krankenpfleger aus anderen Landesteilen um Unterstützung. Sowohl die Anzahl an Infizierten als auch Virustoten wächst in New York rasant.

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          New Yorks Gouverneur Andrew Cuomo hat Ärzte und Krankenpfleger in anderen Regionen der Vereinigten Staaten aufgerufen, seinem Bundesstaat im Kampf gegen die Coronavirus-Epidemie zur Hilfe zu eilen. „Bitte helfen Sie uns jetzt in New York“, sagt er bei einer Pressekonferenz am Nothospital im Jacob-K.-Javits-Konferenzzentrum in Manhattan. „Wir brauchen Entlastung.“ Im Gegenzug würde New Yorker Ärzte und Schwestern in anderen Regionen helfen, wenn diese vielleicht zu einem späteren Zeitpunkt Unterstützung benötigten. In New York erhöhte sich die Zahl der Infektionen nach Cuomos Worten gegenüber dem Sonntag um etwa 7000 auf 66.497. 1218 New Yorker seien der Krankheit erlegen. Am Vortag hatte die Zahl der Toten noch bei 965 gelegen.

          Landesweit ist die Zahl der Toten durch die Lungenkrankheit Covid-19 auf mehr als 3000 gestiegen. Die Verbreitung der Coronavirus-Epidemie in den Vereinigten Staaten hat sich zuletzt dramatisch beschleunigt. So hatte etwa die Zahl der bekannten Infektionen erst am Freitag die Marke von 100 000 überschritten. Bis zu dem Zeitpunkt waren rund 1500 Tote gemeldet gewesen. Präsident Donald Trump geht davon aus, dass das Land „bis zum 1. Juni auf dem Weg der Erholung“ sei.

          Auch an der Westküste steigen unterdessen jedoch die Opferzahlen. Kalifornien berichtet von einem deutlichen Anstieg der schweren Fälle. Die Zahl der Coronavirus-Patienten auf den Intensivstationen habe sich in den vergangenen vier Tagen verdreifacht, berichtet Gouverneur Gavin Newsom. Genaue Zahlen nennt er nicht. Der bevölkerungsreichste US-Bundesstaat hat etwa 40 Millionen Einwohner.

          Dow Jones Industrial erholt sich

          Die Märkte hingegen haben sich etwas entspannt. Die Hoffnung auf medizinische Fortschritte in der Erkennung und Bekämpfung des neuartigen Coronavirus hat am Montag Ortszeit den Börsen zur fortgesetzten Erholung verholfen. Nach einem anfangs richtungslosen Verlauf eroberte der Dow Jones Industrial zunächst die Marke von 22 000 Punkten zurück und legte bis Handelsschluss um 3,19 Prozent auf 22 327,48 Zähler zu. Damit schloss der amerikanische Leitindex knapp unter seinem kurz zuvor erreichten Tageshoch.

          Auch dass Präsident Donald Trump die ursprünglich bis zum 30. März geltenden Richtlinien zur sozialen Distanzierung um einen Monat verlängerte, wurde positiv aufgenommen. So düster auch die Aussichten seien, so seien Trumps Aussagen dennoch ein besseres Signal für die Märkte, kommentierte etwa Analyst Jochen Stanzl von CMC Markets. „Denn es bringt den Anlegern rein gar nichts, wenn der US-Präsident Zeitpläne in die Welt setzt, die dann von seinen eigenen Gesundheitsberatern sofort wieder einkassiert werden.“

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