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Vorwürfe an die Regierung : Wer ist schuld am Massensterben in Bergamo?

Zwei Soldaten einer Spezialeinheit bei der Desinfektion in Torre Boldone bei Bergamo Bild: Getty

In Bergamo und Umgebung sind bislang 2600 Menschen an Covid-19 gestorben – so viele wie nirgendwo sonst in Italien. Hätte man das verhindern können? Aus Sicht der Regierung hat die Lombardei zu spät reagiert. Die Region sieht die Schuld in Rom.

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          In der großen Blumenrabatte am Denkmal des bergameser Freiheitskämpfers Francesco Nullo (1826 bis 1863) auf der Piazza Giacomo Matteotti stehen Stiefmütterchen in vielen Farben. Vor dem Hotel Excelsior San Marco an der Viale Vittorio Emanuele II. gibt es ein ganzes Blütenmeer hellgelber Osterglocken. Es ist prächtiges Frühsommerwetter. Die Sonne taucht die Fassaden und Dächer der mittelalterlichen Altstadt oben auf dem Hügel in cremiges Licht.

          Matthias Rüb

          Politischer Korrespondent für Italien, den Vatikan, Albanien und Malta mit Sitz in Rom.

          Von Osterstimmung, womöglich Osterhoffnung ist in Bergamo in der „Settimana Santa“ (Karwoche) aber nichts zu spüren. Denn die Zeiten der Pandemie sind nicht normal. Normal ist stattdessen an Ostern 2020, dass in Italien, dem „Heimatland“ der Weltkirche und des Vatikans, fast alle Kirchen zugesperrt und alle gut 9000 Prozessionen abgesagt worden sind, dass der Petersplatz abgesperrt ist und Papst Franziskus die Messen im Petersdom hinter verschlossenen Türen zelebriert.

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