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Coronavirus in Deutschland : RKI meldet abermals fast 900 Neuinfektionen

  • Aktualisiert am

Mitarbeiter vom Bayerischen Roten Kreuz in einem Corona-Testzentrum an der Autobahn 8 Bild: dpa

Auch am Freitag melden die Gesundheitsämter dem Robert-Koch-Institut zahlreiche Neuinfektionen mit dem Coronavirus. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 steigt auf 9141.

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          Das Robert-Koch-Institut (RKI) in Berlin hat die Zahl der in Deutschland nachweislich mit dem Coronavirus infizierten Menschen am Freitag mit 208.698 angegeben – ein Plus von 870 seit dem Vortag (Datenstand 31.07. 0.00 Uhr). Die in der amerikanischen Stadt Baltimore ansässige Johns-Hopkins-Universität (JHU) meldete insgesamt 209.535 nachweislich Infizierte. Das RKI, das nur die elektronisch übermittelten Zahlen aus den Bundesländern berücksichtigt und seine Aufstellung einmal täglich aktualisiert, registrierte 9141 Todesfälle und damit sieben mehr als am Vortag. Die JHU zählte 9144 Tote. Die Zahl der Genesenen lag zunächst nicht aktualisiert vor.

          Bereits am Donnerstag hatte die Zahl der an einem Tag an das RKI gemeldeten Neuinfektionen bei 902 gelesen – und war damit so hoch wie seit dem Virusausbruch beim Fleischkonzern Tönnies Mitte Juni nicht mehr.

          Gesundheitsämter fordern mehr Personal

          Erst am Dienstag hatte das Robert-Koch-Institut sich jedoch angesichts der Entwicklung der Fallzahlen in den vergangenen Tagen besorgt gezeigt. Lagen die täglich gemeldeten Neuinfektionen Anfang Juli noch zwischen 300 und 500 Fällen pro Tag, wurden in den vergangenen Tagen mehrmals mehr als 600 neue Fälle am Tag an das RKI übermittelt. RKI-Präsident Lothar Wieler mahnte mehrfach die Einhaltung der AHA-Regeln an, sowohl hierzulande als auch im Urlaub. AHA steht für „Abstand, Hygiene, Alltagsmasken“.

          Angesichts der steigenden Corona-Infektionszahlen haben die deutschen Amtsärzte vor den Folgen eines Personalmangels in den Gesundheitsämtern gewarnt. „Für eine zweite Pandemie-Welle sind die Gesundheitsämter viel zu knapp besetzt“, sagte die Vorsitzende des Bundesverbands der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (BVÖGD), Ute Teichert, den Zeitungen der Essener Funke Mediengruppe. „Mit den steigenden Infektionszahlen rollt ein riesiges Problem auf uns zu.“ Die mehr als 400 deutschen Gesundheitsämter könnten nicht warten, bis die geplanten Maßnahmen der Bundesregierung zur Stärkung des öffentlichen Gesundheitsdienstes in Kraft träten. „Wir brauchen eine kurzfristige Lösung. Wir müssen wissen, wo die Gesundheitsämter im Notfall Verstärkung bekommen“, forderte Teichert.

          Sie führte den Personalmangel auf Einsparungen in den vergangenen 20 Jahren zurück. Zudem seien viele der freiwilligen Helfer, die zu Beginn der Pandemie die regulären Mitarbeiter unterstützt hätten, wieder auf ihre bisherigen Stellen zurückgekehrt. Dabei werde die Kontaktverfolgung bei Infizierten immer komplexer, sagte die Verbandsvorsitzende. „Die Belastungen steigen weiter - allein durch die Reiserückkehrer, aber auch durch immer mehr Fälle, bei denen die Infektionsketten nicht mehr klar zu bestimmen sind.“

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